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Durch das Gesetz vom 17. 3. 1849 wurde die
Konstituierung der Ortsgemeinde beschlossen und im Jahre 1850 die
Durchführung des Gesetzes angeordnet. Die neue Ortsgemeinde
mit 1661 Seelen umfasste einen Grundbesitz von 4355 Joch. Die Handhabung
des Feuerwehrwesens gehörte in den selbständigen Wirkungsbereich
der Gemeinde. |
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| 1850 wurde die Gemeinde von Hagelschlag betroffen.
Es wurde um Bewilligung zur Abhaltung eines jährlichen Viehmarktes
angesucht, jedoch sind keine Dokumente über eine Bewilligung
vorhanden, wenngleich in alten Kalendern das Kirchweihfest am Jakobitag
verzeichnet ist. Dies wurde jedoch später wieder aufgelassen.
Seewalchen wurde bereits 1524 als Markt bezeichnet, doch gegen Ende
des 16. Jahrhunderts kam auch diese Bezeichnung wieder abhanden. |
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| 1860 zerstörte ein Blitzschlag den Amtshof
zum grössten Teil. Dabei war ausser dem obligaten Emper
auch schon eine Handspritze im Einsatz. |
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| 1863 brannten aus unbekanntem Grunde in Steindorf
neun Häuser vollständig nieder. |
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| 1865 brach ein Brand im landwirtschaftlichen Anwesen
Seewalchen 48 (ehemals Moserbauer) aus und vernichtete es bis auf
die Grundmauern. Dieses Haus stand damals so nahe am heutigen Gasthaus
Stallinger, dass gerade eine Heufuhre durchfahren konnte. |
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| 1866 brannte das Anwesen Gerlham 6 (heute Humer)
nieder. Abermals gab es schweren Hagelschlag. |
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| 1877 Am 2. November 1877 wurde die Freiwillige Feuerwehr
Seewalchen a.A. gegründet. Die Eintragung wurde ins Feuerwehrbuch
des Landes unter der Zahl 1846 getätigt. Gründungsmitglieder
waren: Josef Hofmann, Franz Köstler, Johann Deutsch, Georg
Pfeffer und Johann Somböck. |
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| 1878 brannte die Ortschaft Pichlwang ab, in Seewalchen
gab es einen Kaminbrand im Döberl-Haus. |
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| 1879 brannte das Auszugshäusl zum Lacher
Toffn in Roitham. |
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| 1882 wurde die Au - Mühle in Brandham ein Raub
der Flammen. |
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| 1885 brannte das Anwesen Bauer in Baum
nieder. |
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| 1887 brannte das Anwesen Kroiß in Ainwalchen
und das Anwesen Kraims 6 (jetzt Meinhart) bis auf die Grundmauern
nieder. |
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| 1889 brannte das Brauhaus in Litzlberg ab. Der Brand entstand durch Selbstentzündung
des Malzes auf der Darre. Sud- und Wohngebäude fielen dem Brande
zum Opfer. Die Stallungen wurden mit Müh und Not gerettet.
Wäre rechtzeitig eine Handspritze zur Verfügung gestanden,
so hätte das Brauhaus leicht gerettet werden können, da
der brennende niedere Torbogen zwischen Sud- und Brauhaus leicht
abzudämpfen gewesen wäre. Der Sohn der Herrschaft Kammer,
Husarenleutnant Baron Horwath, stürzte bei dem scharfen Ritt
zur Brandstatt und zog sich eine Verletzung zu, der er aber keine
Beachtung schenkte. Er half eifrig bei den Bergungsarbeiten mit.
Wenige Tage später erlag er einer Blutvergiftung. Sein Grab
befindet sich links vom Haupteingang der Pfarrkirche in Schörfling. |
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| 1890 brannte das Aberbauerngut in Steindorf
ab. Der Sommer war gekennzeichnet von Hagelunwettern und am 27.
Juli schlug ein Blitz während des Hauptgottesdienstes in den
Kirchturm ein, glücklicherweise ohne zu zünden. Anfang
September trat der Attersee infolge Hochwasser an vielen Stellen
aus den Ufern. |
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| 1891 war in Seewalchen ein starker Hagelschlag durch
den die ganze Ernte vernichtet wurde. Am 30. Juni brannte das Haus
Nr. 9 in Neissing vollständig ab (jetzt Lacher-Kolm). |
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| 1892 brannte das Draxlergut in Gerlham vollständig
nieder. Im September brannte das Aicherische und Gössnerische
Bauerngut in Arnbruck. Fahrnisse und Fechsung wurden vollständig
vernichtet. (Die Ortschaft Arnbruck gehörte bis 1938 zu Seewalchen
und wurde dann zur Gemeinde Lenzing umgewidmet) |
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| 1896 brannte nach einem Blitzschlag das Bauerngut
Mayr in Buchberg, wobei die Wirtschaftsgebäude und die Dachung
des Heustadels samt der Fechsung vernichtet wurden. Zu dieser Zeit
war die Gemeinde zur Ermittlung der Brandursache und der Schadensfeststellung
zuständig. |
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| 1897 kam es in Folge lang anhaltender Regengüsse überall zu
Überschwemmungen. Der Attersee trat beim Seewirt bis auf Strassenhöhe
aus den Ufern. Die FF Seewalchen musste nach Timelkam zur Hilfeleistung. |
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| 1899 konnte man nach Überschwemmungen auf der
Promenade mit Booten fahren. Die Holzjochbrücke über die
Ager wurde weggerissen und eine Überfuhrt mit einem Trauner
eingerichtet. |
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| 1901 wurde die FF Kemating für die Ortschaften
Kemating, Ainwalchen, Staudach, Baum, Brandham, Rubensdorf und Berg
gegründet. |
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| Depot der FF-Seewalchen |
Übungsausrückung |
1904 Das ursprüngliche Feuerwehrdepot befand
sich zwischen den Häusern 30 und 29 (Roither und Stallinger).
Anlässlich der Erbauung eines Saales wurde dann Anton Stallinger
gegen Verpflichtung zur Erbauung eines neuen Depots vis a vis Haus
Nr. 24 (Kletzl) das alte Depot überlassen. Beim neuen Depot
wurde ein hölzerner Schlauchturm errichtet. Nach dem sich das
neue Depot aufgrund der vielen Gerätschaften als viel zu klein
erwies, wurde ein Bau eines größeren Depots des öfteren
beschlossen, aber erst im Jahre 1927 verwirklicht. Die erste fahrbare
Spritze wurde schon 1847 angekauft und der FF Seewalchen bei der
Gründung im Jahre 1877 überlassen.
Am 29. August entstand in Folge von Brandlegung durch Sinnesverwirrung
der Josefa Kletzl ein Zimmerbrand, wobei sie den Erstickungstod
fand. |
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| 1906 wurde
im Hause 24 in Seewalchen eine Fernsprechstelle eröffnet.
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1907 brannte das Haus der
Mathias Aigner (jetzt Dr. Gattscha) aus unbekannter Ursache
bis auf die Grundmauern nieder.
1908 wurde die FF Pettighofen gegründet.
In diesem Jahr wurde auch beschlossen, die hölzerne Rohrwasserleitung
mit fünf öffentlichen Wasserauslässen durch eine
Hochquellenleitung mit einem Reservoir aus eisernen Rohren zu
errichten.
1910 brannte das Färberhaus (heute Dachs)
in Buchberg aus unbekannter Ursache bis auf das Mauerwerk nieder.
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| Übung vor
dem Amtshof, 1907 |
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| 1911 Ein verheerender Sturm wütete in der Gemeinde Seewalchen: Ganze
Waldstriche wurden niedergelegt, Obstbäume entwurzelt und Dächer
abgetragen. |
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| 1912 brannte das Haus Nr. 8 in Kraims. |
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| 1914 Am 30. Juli schallte um 21 Uhr vor dem Gemeindeamt
der schaurigschöne Alarmruf durch Trompeter Johann Mayr in
die Umgebung hinaus: Allgemeine Mobilisierung. In der Folge wurde
auch die Bewachung des Wasserreservoirs und der Feuerwache bei Tag
und Nacht angeordnet. |
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1916 wurde
das Schlachten weiblicher Ziegen verboten.
1919 Eine
Arbeiterdemonstration fand statt, wobei die Gasthäuser Anton
Stallinger und Franz Rosenauer das Ziel waren. Es wurden Fenster
demoliert und sonstiger Schaden angerichtet. Ursache war die Lebensmittelknappheit.
Am 27. August brannte das Haus des Ehrenobmanns der Feuerwehr,
Franz Köstler, in Moos aus ungeklärter Ursache bis auf
das Mauerwerk nieder. 1920 wurde
die Einführung einer gegenseitigen Versicherung im Brandfalle
für Naturalleistungen beschlossen: die heutige Selbsthilfe. |

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| Vor dem alten Depot,
1916 |
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| 1921 explodierte in der Papierfabrik Pettighofen
ein Dampfkessel. Zwei Mann wurden getötet und zwei erlitten
schwere Brandwunden. |
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| 1922 schlug ein Blitz in das Baumgruber-Anwesen
von der Dachrinne aus ein, ging durch den Plafond in die ebenerdige
Wohnstube, ohne die bei Tisch sitzenden Personen zu verletzen. Von
der Feuerwehr wurde auf die unzureichende Löschwasserversorgung
hingewiesen. Für im Einsatz verunglückte Pferde musste
die Gemeinde Ersatz leisten. |
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1924 entstand im Hause Steindorf Nr 4 des Johann
Neuhofer ein Brand, welcher einen Teil des Daches beschädigte.
Die Feuerwehr Seewalchen konnte den Brand rechtzeitig lokalisieren.
Der Bezirkswart für das Feuerwehrwesen, Herr Dr. Rudolf Schuh,
Seewalchen, hat in einem Schreiben an die Gemeinde auf die unzulängliche
Alarmierung und Ausrüstung der FF Seewalchen aufmerksam gemacht.
Der Ankauf einer Sirene und Motorspritze wurde vorgeschlagen. Weiters
hat Dr. Schuh den Bürgermeister über das Ergebnis einer
Großübung in Steindorf mit den Nachbarwehren berichtet
und dabei auf verschiedene Mängel hinsichtlich Löschwasserversorgung
hingewiesen. |
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Neue Motorspritze |
| Ferner
wurde aufgezeigt, dass die Feuerwehren von der Brandmeldung bis
zum Einsatz am Brandplatz (Steindorf) 48 Minuten brauchen und zwar:
7 Minuten bis sich der Brand selber meldet, 15 Minuten bis eingespannt
und weggefahren wird, 20 Minuten Fahrtdauer und 6 Minuten bis die
eingetroffene Wehr spritzbereit ist. Vom Gemeinderat wurden hierauf
für den Ankauf einer Motorspritze 35 Millionen Kronen bewilligt.
Die Gesamtkosten einschließlich Schläuche betrugen 100
Millionen Kronen. |
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| 1925 brannte das Anwesen des Johann Lux in Haidach Nr. 7 bis auf die
Grundmauern nieder. Die Brandursache war nicht bekannt. |
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