Derzeit laufende Einsätze in OÖ:

Nützliche Links:

Feuerwehr:

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Andere Organisationen:

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Allgemeine Notrufnummern in Österreich

Europa-Notruf:

112
(auch ohne Münzeinwurf in einer Telefonzelle möglich)

Feuerwehr:

122
(auch ohne Münzeinwurf in einer Telefonzelle möglich)

Polizei:

133
(auch ohne Münzeinwurf in einer Telefonzelle möglich)

Rettung:

144
(auch ohne Münzeinwurf in einer Telefonzelle möglich)

Ärztenotdienst:

141

Bergrettung, Alpinnotruf:

140

Vergiftungszentrale:

01 / 406 43 43 - 0

Notruf und Beratung für vergewaltigte Frauen:

01 / 523 22 22

Seelsorge-Notrufdienst d. katholischen und evangelischen Kirche (Telefonseelsorge):

142

Höhlenrettung, Zentralnotruf

02622 144

Rettungshundebrigade, Zentralnotruf

01 / 288 98

 

Neue Rufnummer der Polizei 

Innerhalb der Exekutive wurde ein neues Fernmeldenetz aufgebaut.
Neu ist, dass sämtliche Sicherheitsdienststellen in Österreich unter der gleichen Vorwahl, nämlich 059 133 erreichbar sind. Dazu kommt die Rufnummer der örtlich zuständigen Dienststelle. Der wesentliche Vorteil in der Änderung liegt darin, dass es - falls man irgendwo in Österreich ortsunkundig sein sollte - genügt, die Nummer 059133 (ohne Rufnummer) zu wählen, um mit einer zuständigen Dienststelle verbunden zu werden, was für die Bevölkerung im Bedarfsfall eine wesentliche Erleichterung darstellt.

Autobahnpolizeiinspektion Seewalchen:

05/9133/4173

Polizeiinspektion Vöcklabruck:

05/9133/4160

Bezirkspolizeikommando:

05/9133/4160/305

Polizeiinspektion Schörfling:

05/9133/4171

Polizeiinspektion Lenzing:

05/9133/4166

Der Notruf der Polizei ist mit 133 gleich geblieben.

 

Sirenenzeichen für die Feuerwehr

Wer gewarnt ist, kann sich auf eine drohende Gefahr besser einstellen. Er befindet sich infolgedessen in einer günstigeren Lage. Je größer eine Gefahr ist und je mehr Menschen ihr ausgesetzt sind, desto mehr kommt es darauf an, möglichst schnell die Betroffenen zu warnen und ihnen möglichst genau zu sagen, was sie tun müssen.
Um die Warnung der Bevölkerung zu gewährleisten, haben Bund und Länder ein gemeinsames Warn- und Alarmsystem aufgebaut. Die Warnung erfolgt über die an allen Orten vorhandenen Feuerwehrsirenen.

Feuerwehreinsatz

sirenex3
3 x 15 Sekunden Dauerton
Dieses Signal kann im Bedarfsfall wiederholt werden.

Sirenenprobe

sirenex1
15 Sekunden Dauerton
Jeden Samstag mittags.

 

Sirenenzeichen für die Zivilbevölkerung

Warnung

warn
3 Minuten Dauerton
Dieses Signal weist auf eine herannahende Gefahr hin. Radio oder Fernseher einschalten & Lautsprecherdurchsagen beachten. Entgegennahme von Gefahrenmeldungen. Empfohlene Schutzmaßnahmen vorbereiten.

Alarm

alarm
1 Minute auf-& abschwellender Dauerton
Dieses Signal bedeutet unmittelbare Gefahr. Empfohlene Schutzmaßnahmen ergreifen. Radio einschalten. Keller oder geschützten Wohnbereich aufsuchen.

Entwarnung

sirenex1
1 Minute Dauerton
Ende der Gefahr. Weitere Informationen (z.B. über event. Einschränkungen) im Radio oder Fernsehen beachten.

 

Verhalten im Brandfall

Alarmieren:

Verständigen Sie sofort die Feuerwehr
Notrufnummer 122
Bei jedem Notruf ist mitzuteilen:
Wo brennt es?
Was brennt?
Wie viele Verletzte gibt es?
(Sind Menschen in Gefahr?)
Wer ruft an?


 Retten:

Retten Sie gefährdete Menschen aus dem Gefahrenbereich, vergessen Sie aber nicht auf Ihre eigene Sicherheit.
Bei Rauchentwicklung im Raum pressen Sie sich ein feuchtes Tuch vor Mund und Nase. (Fluchtmaske)
Versuchen Sie, die Türen zwischen sich und dem Feuer zu schließen und die Türritzen mit feuchten Tüchern zu verdecken.
Machen Sie sich am Fenster für die Helfer bemerkbar.
Verlassen Sie überlegt das Gebäude. Fluchtwege beachten, Aufzüge nicht benützen. Warnen Sie gefährdete Personen.

Löschen:

Mit vorhandenen Kleinlöschgeräten (Handfeuerlöscher, Gartenschlauch, Wassereimer) den Entstehungsbrand bekämpfen.
Ist die Kleidung von Personen in Brand geraten, so sind diesen Decken oder andere schwere Stoffe (aber keine Kunststoffe) überzuwerfen, mit denen das Feuer erstickt werden kann.
Feuerwehr erwarten und einweisen. Besondere Gefahren bekannt geben - die Feuerwehr braucht Ihre Personen - und Ortskenntnis.

 

Richtige Handhabung eines Feuerlöschers

Die meisten Feuerlöscher sind mit Löschpulver gefüllt. Mit diesem Pulver können feste (z.B. Papier, Holz) flüssige (z.B. Benzin) oder gasförmige (z.B. Erdgas) brennbare Stoffe gelöscht werden.
Die Bedienung der einzelnen Feuerlöscher ist unterschiedlich. Eine leicht verständliche Anleitung (Text und Piktogramme) ist aber auf jedem Feuerlöscher zu finden.
Feuerlöscher müssen in regelmäßigen Abständen geprüft werden (spätestens alle 2 Jahre).
Benutzte Löscher sollten, auch wenn sie nur teilweise entleert wurden, unbedingt wieder aufgefüllt werden.

WICHTIG !

Brand in Windrichtung von vorne beginnend bekämpfen!

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Löscher stoßweise betätigen!

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Möglichst vi
ele Löscher gleichzeitig einsetzen!

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Gesamte Brandfläche abdecken!

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Auf Rückzündung achten!

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Erste Hilfe

Die ersten Minuten zählen!

Manchmal kommt der Atem zum Stillstand, und das Herz bleibt einfach stehen. Hört auf zu schlagen. Dann entscheiden die ersten Minuten: Zwar kann ein Mensch 30 Tage lang ohne Nahrung überleben und drei Tage ohne Wasser - aber nur drei Minuten ohne Sauerstoff.

Denn wenn das Herz steht und deshalb mit dem Blut kein Sauerstoff mehr ins Gehirn gepumpt wird, sterben die Zellen des Gehirns ab. Hält ein ausgebildeter Ersthelfer mit Beatmung und Herzmassage den Kreislauf in Gang, bis die Rettung eintrifft, kann er das Leben retten. Aber nur jeder zehnte Österreicher beherrscht die wenigen einfachen Handgriffe, die ihn zum Lebensretter machen können. Dabei kann jeder von uns jeden Tag Opfer eines Unglücks sein. Oder eben Retter.

Der Ablauf der Hilfeleistungen etwa nach einem Unfall kann wie eine Kette gesehen werden, die aus fünf Gliedern besteht. Die einzelnen Maßnahmen greifen wie Kettenglieder ineinander und dienen dem Ziel, einem Betroffenen bereits am Unfallort die notwendige Hilfe zu leisten und sicherzustellen, dass er innerhalb kürzester Zeit in ärztliche Behandlung gelangt. Der Ersthelfer wird im Bereich der ersten drei Glieder tätig.

ketteErstes Glied - Lebensrettende Sofortmaßnahmen

Darunter versteht man alle Hilfeleistungen, die unmittelbar der Erhaltung des Lebens eines Schwerverletzten, akut lebensbedrohlich Erkrankten oder Vergifteten dienen. Sie müssen in folgenden Notfällen durchgeführt werden:

Gefahrenzone → Absichern, Bergen

Bewusstlosigkeit → Stabile Seitenlage

Atemstillstand → Beatmung

Kreislaufstillstand → Beatmung und Herzmassage

Starke Blutung → Blutstillung

Schock → Schockbekämpfung

Zweites Glied - Einen Notruf veranlassen

Der Notruf muss folgende Informationen enthalten:

Wo ist der Unfallort?
Was ist geschehen?
Wie viele Verletzte?
Wer ruft an?
Feuerwehr 122
Polizei 133
Rettung 144

Drittes Glied - Weitere Erste Hilfe leisten

Den Verletzten vor zusätzlichen Schädigungen und Gefahren bewahren
Wunden versorgen
Die Schmerzen durch sachgerechte Lagerung oder andere Hilfeleistungen lindern
Den verletzten betreuen, trösten und Zuversicht ausstrahlen, aber keine Diagnose stellen
Unbedachtes und falsches Eingreifen Dritter verhindern.

Viertes Glied - Sanitätshilfe und Transport

Fünftes Glied - Ärztliche Behandlung

 

Vergiftungen:

Unter Vergiftungen versteht man das Auftreten schwerer, oft lebensbedrohender Krankheitserscheinungen nach Aufnahme eines Gifts. Gifte sind feste, flüssige und gasförmige chemische Substanzen, die, schon in geringer Menge aufgenommen, den Körper schwer schädigen. Die Aufnahme des Giftes kann über die Lunge, den Magen, die Haut und durch Injektionen erfolgen.

Erkennen:

An eine Vergiftung muss man denken, wenn bei einem bisher gesunden Menschen plötzlich schwere Krankheitserscheinungen auftreten wie:

  • Bewusstseinsstörungen - Bewusstlosigkeit
  • Erregungs- und Rauschzustände
  • Übelkeit - Erbrechen - Durchfälle
  • Hautveränderungen (Blässe, Röte, Blauverfärbung)
  • Pupillenveränderung (starre Pupillen, die eng oder weit sein können)
  • Atem- und Kreislaufstörungen

Weiters muss an eine Vergiftung gedacht werden, wenn mehrere Menschen gleichzeitig dieselben Krankheitserscheinungen aufweisen (z.B. Erbrechen, Durchfall) oder wenn die Umstände eines Unglücks dafür sprechen (Regloser im Gärkeller).

Zusätzliche Hilfen für das Erkennen einer Vergiftung sind:

  • Befragen und Beobachten des Erkrankten
  • Befragen der Umgebungspersonen (Angehörige, Nachbarn)
  • Inspektion der Umgebung (Abschiedsbrief, leere Medikamentenschachteln)

Gefahren:

Schock - Bewusstlosigkeit - Atemstillstand - Kreislaufstillstand. Zudem kann es zu bleibenden Spätschäden, z.B. Hirn-, Leber- und Nierenschäden kommen.

Erste Hilfe:

Das Ziel der Ersten Hilfe ist die Erhaltung des Lebens durch allgemeine Maßnahmen. Sie richten sich:

  • nach dem Zustand des Verunglückten
  • nach der Art der Giftaufnahme 
  • nach der Art des aufgenommenen Giftstoffs  

Ist der Vergiftete bei Bewusstsein:

  • Gift bekannt: Vergiftungsinformationszentrale (VIZ), Tel, 01/406 43 43, anrufen und deren Anordnungen durchführen.
  • Schockbekämpfung
  • Notruf
  • Vorgefundene Giftreste und Giftbehältnisse sicherstellen und ins Krankenhaus mitgeben   

Ist der Vergiftete ohne Bewusstsein:

  • Notfalldiagnose stellen und entsprechende Lebensrettende Sofortmaßnahmen durchführen
  • Notruf
  • Vorgefundene Giftreste und Giftbehältnisse sicherstellen und ins Krankenhaus mitgeben

Vergiftungen über die Atemwege

Kohlenmonoxyd Vergiftung (CO)

Kohlenmonoxyd ist ein farbloses, geruchloses und giftiges Gas. Es kommt in Auspuffgasen, bei schwelenden Bränden (Rauchgas), bei Explosion von Sprengstoffen, sowie bei unvollständiger Verbrennung in schlechtziehenden Öfen vor.

Da sich das Gas im Freien rasch verflüchtigt, besteht die Gefahr (außer bei Großbränden) hauptsächlich in geschlossenen Räumen (laufender Motor in geschlossener Garage; Durchlauferhitzer). Kohlenmonoxyd-Luftgemische sind hochexplosiv.

Rauchgasvergiftung

Durch Einatmen von Reizgasen kommt es zu Atemnot und Lungenschädigung. Diese kann oft erst nach Stunden zu akuter Atemnot und Erstickung führen.

Ersticken durch Kohlendioxyd (CO2)

Kohlendioxyd ist ein farbloses, schwach säuerlich riechendes, nicht brennbares und im Prinzip ungiftiges Gas, das schwerer als Luft ist und sich am Boden ansammelt. Dabei wird die Luft und somit der lebenswichtige Sauerstoff verdrängt, so dass es zur Erstickung kommt. Dieses CO2 kommt in Gärkellern (von Wein- und Mostkellereien), Silos, Jauchegruben, Stollen und Brunnenschächten vor.

Gefahren

Lebensgefahr für Patient und Helfer!

  • Vergiftung durch Gase
  • Erstickungsgefahr durch Sauerstoffmangel
  • Explosionsgefahr bei explosiven Gasen und Kraftstoffdämpfen
  • Stichflammen beim Öffnen von Türen bzw. Fenstern (bei schwelenden Bränden und Sauerstoffmangel)
  • Einsturzgefahr (nach Bränden und Explosionen)
  • Sichtbehinderung und dadurch Verlust der Orientierung

Erste Hilfe

  • Notruf, Spezialkräfte anfordern
    • Eine Bergung aus dem Gefahrenbereich kann nur mit Hilfe eines von der Umgebungsluft unabhängig arbeitenden Atemschutzgeräts gefahrlos durchgeführt werden, daher sind Bergungsversuche des Ersthelfers zu unterlassen.
    • Wegen einer möglichen Explosionsgefahr darf die Unglückstelle nicht mit offenem Licht (brennendes Streichholz, Feuerzeug, Zigaretten) betreten werden. Wegen der Gefahr der Funkenbildung darf weder ein Lichtschalter betätigt noch ein elektrisch betriebenes Gerät in Betrieb genommen werden.
  • Notfalldiagnose stellen und entsprechende
  • lebensrettende Sofortmaßnahmen durchführen

Verätzungen:

Verätzungen sind Gewebezerstörungen, die durch Einwirkung von Laugen und Säuren hervorgerufen werden. Der Grad der Schädigung ist abhängig von der Konzentration der ätzenden Stoffe, ihrer Menge und der Dauer der Einwirkung. Es gibt eine Vielzahl von Stoffen und Flüssigkeiten, die gleichzeitig Vergiftungen und Verätzungen bewirken.

Erkennen:

  • zunehmende Schmerzen, solange die ätzenden Stoffe einwirken
  • Schorfbildung (Säuren), glasige Verquellung (Laugen)

Gefahren

  • Schwere tiefgehende Wunden mit Infektionsgefahr - Schockgefahr bei großflächiger Einwirkung.

Erste Hilfe

  • Sofort die mit ätzender Substanz getränkte Kleidung entfernen
  • Haut mit reinem Wasser längere Zeit abspülen
  • Darauf achten, dass das abfließende Wasser den kürzesten Weg über die Haut nimmt, um unverletzte Körperstellen zu schützen
  • Keimfreien Verband anlegen (metallisiert)
  • Weitere Schockbekämpfung
  • Notruf Rettung: 144

Verätzungen der Augen:

Erkennen:

  • krampfartiges Zukneifen der Augenlider wegen starker Schmerzen im verätzten Auge
  • Rötung

Gefahren

  • Hornhautschädigung (ev. Erblindung)

Erste Hilfe

Auge mit reinem Wasser 10 - 15 Minuten intensiv ausspülen. Ist es dem Verletzten selbst nicht möglich, sein Auge auszuspülen (zB Kopf unter Wasserhahn, Brause etc.), geht man folgendermaßen vor:

  • der Verletzte liegt auf dem Boden,
  • Kopf auf die Seite des verätzten Auges drehen,
  • sichtbare Bestandteile (Kalkbrösel) zunächst zB mit einem Taschentuch wegwischen
  • mit 2 Fingern einer Hand die Lider des Betroffenen Auges öffnen und aus ca. 10 cm Höhe Wasser in den inneren Augenwinkel gießen, so dass es über den Augäpfeln und den äußeren Augenwinkel nach außen abfließen kann (bei starkem Lidkrampf ist ein2. Helfer notwendig),
  • mit 2 Fingern einer Hand die Lider des Betroffenen Auges öffnen und aus ca. 10 cm Höhe Wasser in den inneren Augenwinkel gießen, so dass es über den Augäpfeln und den äußeren Augenwinkel nach außen abfließen kann (bei starkem Lidkrampf ist ein2. Helfer notwendig),
  • gesundes Auge schützen
  • Auge keimfrei bedecken, bei schwerer Schädigung zur Ruhigstellung beide Augen bedecken
  • Weitere Schockbekämpfung
  • Notruf Rettung: 144

Verätzungen des Verdauungstrakts

Erkennen:

  • heftige Schmerzen
  • vermehrter Speichelfluss infolge Schluckstörung
  • Schleimhäute durch Beläge (häufig weißliche Verquellung) oder durch Blutung verändert

Gefahren

  • Verätzungen in diesem Bereich sind besonders gefährlich, weil Durchbrüche und später starke, narbige Verengungen zurückbleiben können, die die Speiseröhre für Speisen unpassierbar machen.

Erste Hilfe

  • Mund ausspülen, anschließend
  • Substanz bekannt: Vergiftungsinformationszentrale, Tel. 01/406 43 43, anrufen und deren Anordnungen durchführen

Weitere Schockbekämpfung

  • Notruf Rettung: 144 (Vorgefundene Ätzmittel - möglichst mit Originalverpackung zur Identifizierung ins Krankenhaus mitgeben; Selbstgefährdung vermeiden)

Rauchmelder im Privathaushalt

Jedes Jahr kommen in Österreich Menschen bei Bränden ums Leben, die meisten davon durch Ersticken. Oft wird die Feuerwehr zu spät alarmiert, weil die Bewohner schlafen und durch die Brandgase schnell bewusstlos werden.
Nachdem Brandmelder in der Industrie, nicht zuletzt durch den Einfluss der Versicherungsunternehmen, bereits seit längerer Zeit zum Standard gehören, bietet sich jetzt auch für den privaten Haushalt die Möglichkeit, sich zu schützen. Batteriebetriebene Rauchmelder zur leichten Selbstmontage haben inzwischen die Zuverlässigkeit der Industriemelder fast erreicht. Daher ist es nun auch für Privathaushalte interessant, sich mit Rauchmeldern zu schützen.

Hier einige Hinweise

Todesursache Nr. 1: Ersticken !

Die bei Bränden in Wohnräumen entstehenden Brandgase enthalten ein Vielzahl giftiger Substanzen. Viele der Brandopfer erleiden den Tod durch diese Brandgase, die wenigsten durch Verbrennungen. Unter den giftigen Stoffen im Brandrauch befinden sich beispielweise Salzsäuregas (aus PVC und anderen Kunststoffen in Kabeln, Folien usw.) oder Blausäuregas (aus Polyuhrethan, aus dem Schaumstoff für Polstermöbel hergestellt wird).
Der heimtückischste der Stoffe ist jedoch das Kohlenmonoxid, das bei fast jedem Wohnungsbrand in größeren Mengen entsteht. Dieses geruchlose Gas führt beim Menschen zu einer verminderten Sauerstoffaufnahme, die Folgen sind Müdigkeit, Bewusstlosigkeit und schließlich der Tod. Gerade nachts, im Schlaf, haben die Betroffenen gar keine Chance mehr, den Brand zu entdecken und sich zu retten. Hier kann ein Rauchmelder rechtzeitig wecken und schlimmeres verhüten helfen.

Wie funktioniert ein Rauchmelder ?

Die meisten der heute im Handel befindlichen Rauchmelder arbeiten rein optisch. Sie beinhalten eine Messkammer, in der eine Lichtquelle dauernd oder in bestimmten Abständen ein Lichtsignal abstrahlt. Dieses Licht wird im Normalfall nach Durchqueren der Messstrecke in einer Absorptionskammer verschluckt. Gelangt nun Rauch in die Messstrecke, wird das Licht an den Rauchpartikeln gestreut und verlässt seine gerade Bahn. Dadurch gelangt auch Licht auf eine neben der Messstrecke befindliche Photozelle, das "Auge" des Rauchmelders. Eine Auswerteelektronik sorgt nun dafür, dass ein eingebauter Alarmgeber ein lautes Signal abgibt.

Wo montiert man den Rauchmelder?

Da die heißen Brandgase nach oben steigen, muss der Rauchmelder auf jeden Fall an der Decke angebracht werden. Am besten geeignet ist dafür ein Raum im Übergang zwischen Wohn- und Schlafbereich, also beispielsweise der Flur oder das Treppenhaus. Nach Möglichkeit sollte bei mehrgeschossigen Wohnungen in jeder Etage ein Rauchmelder angebracht werden. Bei vielen Modellen ist es möglich, mehrere Rauchmelder über Klingelleitung bzw. über Funkmodule zu verbinden, so dass beim Alarm eines Melders alle anderen mit alarmieren. Zusätzliche Melder für besonders gefährdete Räume wie z.B. Dachboden, Kinderzimmer oder Küche können das System ergänzen.

 

Verhalten bei Gewitter

Es gibt leider keine absolut verläßliche Methode, den Beginn und die Dauer der Gefährdung festzustellen.
Wenn zwischen Blitz und Donner jedoch weniger als 10 Sekunden vergehen, ist das Gewitter gefährlich nahe. In diesem Fall ist Nachstehendes zu beachten:

Gefährlich sind:

  • Einzeln stehende Bäume und Baumgruppen
  • Metallzäune
  • Berggipfel
  • Waldränder mit hohen Bäumen
  • Aufenthalt im Wasser (ungeschützte Boote)
  • Ungeschützte Fahrzeuge (Fahrräder, Motorräder)

Schutz bieten:

  • Gebäude mit Blitzschutzanlage
  • Stahlskelettbauten
  • Blechbaracken
  • Fahrzeuge mit Ganzmetallkarosserie (Auto, Wohnwagen, Eisenbahnwaggon)

Im Notfall Schutz suchen:

  • In Mulde, Hohlweg, Höhle, Hütte (in Raummitte aufhalten)
  • Im Waldesinneren (herausragende Bäume meiden)
  • In der Ebene mit geschlossener Fussstellung auf den Boden hocken (vermindert Gefährdung durch Schrittspannung) gegenüber möglichen Einschlagobjekten

Zu vermeiden:

  • Personen im Freien sollen nicht in Gruppen nahe beieinander stehen, sondern getrennt Schutz suchen.
  • Telefonapparate sind zwar technisch abgesichert, aber trotzdem ist es ratsam, bei Gewitter Telefongespräche zu verschieben und die Fernmeldeanlage nicht zu berühren.
  • Dusch- und Wannenbäder sollten ebenfalls verschoben werden. Lieber warten, bis das Gewitter vorbei ist.

Sicher ist sicher!

 

Richtiges Verhalten im Nebel

Gerade zur Herbstzeit kann es vor allem in den Morgen- und Abendstunden zu Sichtbehinderungen durch Bodennebel kommen.

Besondere Bedeutung hat bei schlechten Sichtverhältnissen die Fahrzeugbeleuchtung. Als oberste Regel sollte der Spruch - Sehen und gesehen werden - gelten. Die Beleuchtungsanlage sollte daher rechtzeitig überprüft werden. Bei der Fahrt durch eine Nebelbank sollten zum eigenen und zum Schutze anderer folgende Hinweise unbedingt beachtet werden:

  • Fuß weg vom Gas und die Geschwindigkeit der Sichtweise anpassen.
  • Abblendlicht einschalten.
  • Im dichten Nebel Nebelscheinwerfer und Schlussleuchten einschalten.
  • Abstand zum Vordermann vergrößern.
  • Möglichst weit rechts fahren und auf keinen Fall überholen.
  • Vorsicht im Baustellenbereich. Oft sind durch den Nebel Markierungen und Verkehrsführungen nicht deutlich genug erkennbar.
  • Im Falle eines Unfalles oder einer Panne unbedingt versuchen, das Fahrzeug von der Straße wegzubringen. Ist das nicht möglich, muss man alle Mittel zur Sichtbarmachung ausschöpfen: Warnblinkanlage und Licht einschalten, Pannendreieck aufstellen. Menschen werden im dichten Nebel auf der Fahrbahn nicht gesehen. Keinesfalls auf den Eigenschutz vergessen (Signalweste). Daher gilt, sich möglichst schnell in Sicherheit zu bringen, etwa indem man sich hinter die Leitplanke begibt.
  • Bei entsprechend guter Sichtweite Nebelscheinwerfer und Schlussleuchten wieder ausschalten.

Richtiges Verhalten kann Ihr Leben retten!

 

Sicherheitsbewusstes Verhalten im Tunnel

Der Alptraum jedes Autofahrers:
Ein Stau oder gar ein Unfall im Tunnel!

Durch Ihr sicherheitsbewusstes Verhalten können Sie Unfälle vermeiden oder wenigstens die Folgen vermindern!

Zur Unfallvermeidung:

  • Rechtzeitig vor der Einfahrt Abblendlicht einschalten und eventuell Sonnenbrille abnehmen.
  • Vor dem Tunnel Tempo reduzieren - Tempolimit unbedingt beachten.
  • Sicherheitsabstand zum Fahrzeug vor Ihnen unbedingt einhalten.
  • Verkehrsfunksender einschalten (Frequenzangaben vor dem Tunnel).
  • Bei Pannen möglichst nicht stehenbleiben, sondern bis zur nächsten Ausweichstelle oder Tunnelausfahrt fahren; Warnblinkanlage einschalten und Tunnelwart verständigen (Notrufnische).

Nach einem Unfall:

  • Warnblinkanlage einschalten, Motor abstellen, Fenster schließen, nicht rauchen.
  • Befolgen Sie die Anweisungen des Tunnelwarts bzw. der Einsatzkräfte!
  • Bei starker Hitze- oder Rauchentwicklung sofort über Querstollen (nur bei zweiröhrigem Tunnel), Rettungsstollen oder Tunnelausgang die Gefahrenzone verlassen - Auto nicht absperren und Schlüssel stecken lassen.
  • Leisten Sie Erste Hilfe, stellen Sie Feuerlöschgeräte bereit, bekämpfen Sie einen entstehenden Brand (Handfeuerlöscher bei Notrufnische).
  • Melden Sie oder ein Helfer den Unfall über die Notrufeinrichtungen des Tunnels.

 

Selbstschutz bei Sturm

Zur Vermeidung von Sturmschäden:

  • Lassen Sie mindestens 2-mal jährlich das Dach und Kamine auf lose Ziegel, schlecht befestigte Bleche u. dgl. überprüfen. Blitzschutzanlagen, Antennen u. dgl. müssen ebenso sicher befestigt sein.
  • Hohe, ältere (ev. morsche) Bäume in der Nähe von Gebäuden bedeuten Gefahr. Diese sollten daher rechtzeitig durch neue Bepflanzungen (ev. Sträucher) ersetzt werden.
  • Wird das Haus für längere Zeit verlassen: Schließen Sie Fenster, Türen, Tore, Luken, Dachfenster, Lichtkuppeln; rollen Sie Markisen ein und bauen Sie Partyzelte ab.

Vor einem Sturm:

  • Alle Gegenstände, die dem Sturm eine große Angriffsfläche bieten, fest verankern oder ins Haus räumen.
  • Gefährdet sind z.B.: Fensterläden, Fenster, Türen, Tore, Markisen, Zelte.
  • Bretter, Platten u. dgl., die an Mauern angelehnt sind.
  • Planen, Folien u. dgl., die zum Abdecken von Gegenständen verwendet werden.
  • Fahrzeug nicht in der Nähe von Bäumen oder Häusern abstellen

Während eines Sturms:

  • Schützende Räume keinesfalls verlassen! (Verletzungsgefahr durch herabfallende Trümmer)
  • Keine Sicherungs- oder Reparaturarbeiten im Freien vornehmen!
  • Die Hilfe der Einsatzkräfte nur anfordern, wenn es sich um Menschenrettung oder schwere Sachschäden handelt
  • Falls Sie noch unterwegs sind: Halten Sie Abstand von Gebäuden, Bäumen, Gerüsten, Werbetafeln (herabfallende Teile oder Umsturz).
  • Nicht unnötig telefonieren; Radio einschalten!

Nach einem Sturm:

  • Erst dann mit den Aufräumungsarbeiten beginnen.
  • Auf die eigene Sicherheit achten!
  • Feuerwehren und Fachfirmen mit Sicherungsarbeiten betrauen.
  • Nähern Sie sich keinesfalls abgerissenen Stromleitungen (10 m Mindestabstand).