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Übung und Ausbildung

Herbstübung 2026

FF Seewalchen am Attersee zur Übersicht

Brand eines Industriegebäudes mit sechs vermissten Personen. Am Samstag, den 17. Oktober 2026, fand die diesjährige Herbstübung der Freiwilligen Feuerwehr Seewalchen beim Autohaus Lenzenweger statt. Die von der FF Seewalchen geplante und organisierte Übung wurde gemeinsam mit den Feuerwehren Steindorf und Kemating sowie weiteren alarmierten Kräften durchgeführt.

Am Samstag, den 17. Oktober 2026, fand die diesjährige Herbstübung der Freiwilligen Feuerwehr Seewalchen beim Autohaus Lenzenweger statt. Die von der FF Seewalchen geplante und organisierte Übung wurde gemeinsam mit den Feuerwehren Steindorf und Kemating sowie weiteren alarmierten Kräften durchgeführt.

Als Übungsannahme galt ein Brand in einem Industriegebäude, in dem insgesamt sechs Personen als vermisst gemeldet wurden. Eine der vermissten Personen befand sich auf dem Dach des Gebäudes. Eine zusätzliche Herausforderung stellten mehrere Acetylengasflaschen im Bereich der Schweißgeräte dar.

Pünktlich um 14:00 Uhr erfolgte die Alarmierung der Einsatzkräfte. Bereits um 14:05 Uhr traf das Kommandofahrzeug am Übungsobjekt ein und begann mit der Lageerkundung. Nach dem Eintreffen der drei Ortsfeuerwehren wurde um 14:10 Uhr die Alarmstufe II ausgelöst und damit weitere Kräfte, darunter die Hubrettungsbühne aus Vöcklabruck sowie die Feuerwehr St. Georgen, nachalarmiert.

Zeitgleich erfolgte die Einteilung von Abschnittsleitern für die Wasserversorgung und die Brandbekämpfung, um einen koordinierten Übungsablauf sicherzustellen.

Die Löschwasserversorgung wurde über die umliegenden Hydranten sowie vorhandene Löschwasserbehälter aufgebaut. Um die umfangreichen Schlauchleitungen sicher verlegen und betreiben zu können, wurde ab 14:16 Uhr eine einseitige Straßensperre im Industriegebiet angeordnet.

Während mehrere Atemschutztrupps das Gebäude systematisch nach den vermissten Personen durchsuchten, wurde parallel die Brandbekämpfung durchgeführt. Bereits gegen 14:20 Uhr konnten drei der sechs vermissten Personen gerettet werden.

Besonderes Augenmerk galt den im Gebäude befindlichen Acetylengasflaschen. Diese wurden gegen 14:30 Uhr zur Kühlung ins Freie gebracht und anschließend durch die Besatzung des Tanklöschfahrzeuges Steindorf gekühlt.

Die Suche nach den weiteren vermissten Personen wurde unterdessen fortgesetzt. Um 14:46 Uhr konnte schließlich auch die letzte vermisste Person gefunden werden.

Eine weitere Herausforderung stellte ein simulierter Atemschutznotfall dar. Während der Löscharbeiten geriet ein Atemschutzträger in eine fiktive Notlage und musste von einem weiteren Atemschutztrupp gerettet werden. Der eingesetzte Rettungstrupp konnte den verunfallten Kameraden rasch auffinden und sicher aus dem Gefahrenbereich bringen. Auch dieses Szenario war ein wichtiger Bestandteil der Übung, um das richtige Vorgehen bei einem Atemschutznotfall und die gegenseitige Hilfeleistung im Ernstfall zu trainieren.

Um 15:00 Uhr wurde „Brand aus“ gegeben und die Herbstübung erfolgreich beendet.

Insgesamt nahmen 60 Feuerwehrmitglieder an der Übung teil. Im Zuge der Brandbekämpfung und Wasserversorgung kamen 39 B-Schläuche, 16 C-Schläuche, 12 Atemschutzgeräte, zwei Tragkraftspritzen sowie eine Vorbaupumpe zum Einsatz.

Die Herbstübung bot eine wertvolle Gelegenheit, die Zusammenarbeit mehrerer Feuerwehren bei einem größeren Industriebrand zu trainieren. Besonders die Koordination der Einsatzabschnitte, die umfangreiche Wasserversorgung und die rasche Menschenrettung standen dabei im Mittelpunkt.

Im Anschluss an die Übung bedankte sich Bürgermeister Gerald Egger bei allen teilnehmenden Feuerwehrmitgliedern für ihren Einsatz und ihr Engagement sowie für die ausgezeichnete Zusammenarbeit der beteiligten Feuerwehren. Er betonte dabei die Bedeutung regelmäßiger gemeinsamer Übungen für die Sicherheit der Bevölkerung.

Den Abschluss bildete eine gemeinsame Führung durch das Autohaus Lenzenweger, bei der die teilnehmenden Feuerwehrmitglieder interessante Einblicke in die Räumlichkeiten und betrieblichen Abläufe erhielten.

Ein besonderer Dank seitens der FF Seewalchen gilt der Firma Lenzenweger für die großzügige Bereitstellung des Übungsobjektes und die Unterstützung bei der Durchführung. Ebenso bedanken wir uns bei allen beteiligten Feuerwehren sowie bei sämtlichen Helferinnen und Helfern, die zum Gelingen dieser Herbstübung beigetragen haben.