2011 – HEUTE

2011 Das Jahr 2011 ist einsatztechnisch im Großen und Ganzen recht ruhig verlaufen. Dennoch können wir im Durchschnitt auf einen Einsatz pro Woche zurückblicken. Zu Verkehrsunfällen wurden wir 2011 insgesamt 6-mal  und zu Brandeinsätzen 10-mal gerufen.
Der spektakulärste Einsatz 2011 war der Großbrand eines Bauernhofes in Oberhehenfeld, der durch einen Blitzschlag ausgelöst wurde. Elf Feuerwehren kämpften in den frühen Morgenstunden des 19.8. gegen die Übermacht der Flammen, konnten aber auch trotz intensiver Bemühungen den Hof nicht mehr retten. Im September brannte eine Garage nach Reparaturarbeiten in Kraims; dieses Feuer konnte rasch abgelöscht und damit größerer Schaden verhindert werden.
Ein schwerer Verkehrsunfall ereignete sich Anfang August auf der Attersee Bundesstraße. Ein Pensionist war mit seinem Wagen von der Straße abge kommen und frontal mit einem entgegenkommenden VW-Bus kollidiert. Der schwer verletzte 80-jährige wurde von den Feuerwehren Seewalchen und Steindorf mit hydraulischem Rettungsgerät aus seinem zerstörten PKW befreit.
Mehrfach fegten 2011 Sommerstürme durch das Salzkammergut, die einige Bootsbergungen und Sturmschäden nach sich zogen. Insgesamt 17 Mal wurden wir zu Öleinsätzen alarmiert. Sehr dominant waren im abgelaufenen Jahr auch die Wespennestentfernungen, zu denen wir 16 Mal gerufen wurden.

2012 Das Jahr 2012 ist einsatztechnisch im Großen und Ganzen normal verlaufen. Die FF Seewalchen wurde zu 10 Brandeinsätzen und zu 46 technischen Einsätzen alarmiert. Insgesamt wurden 9500 Stunden von den KameradInnen der FF Seewalchen aufgewendet.
Der spektakulärste Einsatztag war der 16. November 2012 zuerst wurde mit dem Alarmtext „Brand Wohnhaus – Person noch im Haus“ die FF Seewalchen in den Schulweg alarmiert. Eine bettlägrige Frau konnte in letzter Minute schwer verletzt gerettet. werden. Nur wenige Stunden später wurden wir zur Unterstützung der FF Steindorf zu einem schwerem Verkehrsunfall nach Steindorf alarmiert, bei diesem Verkehrsunfall wurden 2 Personen getötet und 2 Personen schwer verletzt. Dies war für die Mannschaft der FF Seewalchen ein schwerer Einsatztag der viele wieder an die Leistungs- und Belastungsgrenze brachte.

2013 Das Jahr 2013 begann einsatztechnisch eher ruhig.Die FF Seewalchen wurde zu 11 Brandeinsätzen und zu 62 technischen Einsätzen alarmiert. Insgesamt wurden10400 Stunden von den KameradInnen der FF Seewalchen aufgewendet. Im Sommer wurde mit dem Hochwasser in weiten Teilen des Landes auch die FF Seewalchen gefordert. Zahlreiche Einsätze mußten abgearbeitet werden.
Der 29. Juli 2013 zeigte wieder einmal das „Schlachtfeld“ Autobahn mit der ganzen Vielfalt an Einsatzaufkommen. Ein Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person der in einem Flammeninferno eines LKW Brandes mit gefährlichem Stoff gipfelte. Ein langer, materialintensiver und gefährlicher Einsatztag für viele Feuerwehren aus unserer Gegend. Mehrere Schwerverletzte und ein tödlich verunglückter LKW Lenker waren zu beklagen. Viele KameradInnen wurden wieder an die Leistungs- und Belastungsgrenze gefordert. Öleinsätze am Attersee gehören auch immer wieder zu den Arbeitsintensiven Einsätzen der FF Seewalchen. In der zweiten Jahreshälfte war ein eher ruhiges Einsatzaufkommen festzustellen.

2014 Das Jahr 2014 begann einsatztechnisch eher ruhig, es waren einige Routineeinsätze zu absolvieren. Die FF Seewalchen wurde zu 16 Brandeinsätzen und zu 56 technischen Einsätzen alarmiert. Insgesamt wurden wiederum an die 10400 Stunden von den KameradInnen der FF Seewalchen aufgewendet. Im Mai sorgte ein Brand eines stillgelegten Sägewerkes für einen Grosseinsatz der Feuerwehren. Im Sommer wurde wiederum mit Überlutungen auch die FF Seewalchen gefordert. Zahlreiche Einsätze mußten abgearbeitet werden.
Einige Verkehrsunfälle forderten auch die Einsatzkräfte der FF Seewalchen im Jahr 2014, besonders belastend war der Verkehrsunfall mit unserem Lastfahrzeug wobei 2 Kameraden schwer verunglückt sind. Gegen Ende des Jahres waren wiederum einige kleine Einsätze zu verzeichnen.

2015 

Das Jahr 2015 war einsatztechnisch sehr umfangreich und bedeutete für die FF Seewalchen sehr viel Arbeit. Die Einsätze begannen gleich Anfang Jänner mit einem Öleinsatz in Ungenach, im Laufe des Jahres kamen noch viele Einsätze für uns als Ölstützpunkt dazu. Das Sturmtief Niklas streifte Seewalchen nur, es waren einige kleinere Einsätze abzuarbeiten. Ein Großbrand in einem Reitstall in Haining im April erforderte den Einsatz der umliegenden Feuerwehren. Im Juni konnte nach einem Brand bei einer Tischlerei durch das rasche Eingreifen der 3 Seewalchner Feuerwehren ein größerer Schaden verhindert werden. Eine Reihe von Brandmeldealarmen die sich aber alle als Fehlalarme herausstellten waren im Jahr 2015 ebenfalls zu verzeichnen. Von den üblichen Unwettereinsätzen blieb die Gemeinde Seewalchen diesmal verschont, dafür waren wir mit einer Wespenplage konfrontiert die uns Juli, August jede Menge Einsätze beschert hat. Im Herbst waren wieder zahlreiche Öleinsätze und kleinere Brandereignisse zu verzeichnen. Einige Einsätze auf der Westautobahn waren dieses Jahr ebenfalls wieder abzuarbeiten, sowie auch ein schwerer Verkehrsunfall in Weyregg. Mit dem Lastfahrzeug wurden auch Bergungen vom Gleiskörper der Kammerer Bahn durchgeführt.

2016

Das Jahr 2016 war einsatztechnisch ein durchschnittliches Jahr.  Einige Verkehrsunfälle auf der B 151 und auch auf der Autobahn waren abzuarbeiten. Mit dem Lastfahrzeug mussten einige Fahrzeugbergungen absolviert werden. Als Ölstützpunkt war die FF Seewalchen mit mehreren Ölspuren im Gemeindegebiet aber auch wieder über die Gemeindegrenzen hinaus im Einsatz, der längste Öleinsatz in Oberhehenfeld erstreckte sich über mehrere Tage. Keine größeren Brandereignise waren Gottseidank nicht zu verzeichnen. Die Unwetter die Teile unseres Bundeslandes im Frühjahr und Sommer heimsuchten, gingen im Gemeindegebiet von Seewalchen bis auf eine überschaubare Zahl an Einsätzen an uns vorüber. Positiv zu vermerken ist, dass die Brandmeldealarme heuer wieder auf ein erträgliches Maß zurückgegangen sind. Dafür sind durch den vermehrten Einbau von Liften in unseren Gemeindegebiet die Zahl von Liftöffnungen im Steigen.

2011 Großbrand am 19. August

2011
Großbrand
am 19. August

2011 Verkehrsunfall am 6. August

2011
Verkehrsunfall
am 6. August

2012 Brand Schulweg am 16. November

2012
Brand Schulweg
am 16. November

2012 Verkehrsunfall Steindorf am 16. November

2012
Verkehrsunfall Steindorf
am 16. November

2013 KFZ Brand A1 am 02. Juni

2013
KFZ Brand A1
am 02. Juni

2013 Hochwasser Moos am 03. Juni

2013
Hochwasser Moos
am 03. Juni

2013 Unfall A1 am 29. Juli

2013
Unfall A1
am 29. Juli

2014 Brand Raudaschlmühle am 09. Mai

2014
Brand Raudaschlmühle
am 09. Mai

2014 Unfall B 151 am 23. September

2014
Unfall B 151
am 23. September

2014 Unfall Staudach am 29. September

2014
Unfall Staudach
am 29. September

2014 Unfall mit Last Seewalchen am 18. Oktober

2014
Unfall Last Seewalchen
am 18. Oktober

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2015
Unfall auf der Autobahn
am 10. Februar

2015
Brand Reitstall Haining
am 20. April

2015
Unfall auf der Autobahn
am 06. November

2015
 Motorrad Unfall am 16. September

2016
VU A1 Westautobahn
am 30. Jänner

2016
Öleinsatz Oberhehenfeld
am 27. März

2016
VU A1 Westautobahn
am 08. Mai

2001 – 2010

2001 Bereits Anfang Februar kam es zu einem nächtlichen Garagenbrand in der Rosenau, der jedoch schnell gelöscht werden konnte. Im März verpufft in Pettighofen ein Ölofen in einer Gemeinschaftswohnung, wobei durch die Rußentwicklung erheblicher Schaden angerichtet wurde. Im Mai wurde im Bereich Legat nach einem VU eine verletzte Person aus einem Auto geborgen und im September rief die Sirene zu einer Menschenbergung nach einem VU auf Der Atterseebundesstraße und nach Naißing. Nach einem KFZ – Brand auf der A1 mussten wir noch im November nach einem VU bei der Ortseinfahrt Seewalchen eine tote Frau aus ihrem Autowrack befreien.

2002 Das Jahr 2002 begann mit einem Wohnungsbrand im Hause Gebhart in Litzlberg. Brandursache war ein defekter Fernseher. Ende April kam es in Lenzing zu einem Großbrand der Kühltürme vor der Lenzing AG, 14 Tage später schlug ein Blitz in den Wald bei Moos ein, richtete jedoch keinen Brandschaden an. Drei Mal musste auf der A1 ein brennendes Auto gelöscht werde, beim Kino wurde eine verunfallte tote Frau aus ihrem Auto geschnitten. Im Juli fuhr die FF Seewalchen zu einem Brandhilfseinsatz nach Gampern. Im August musste in Moos ein verunfallter Autolenker aus seinem Wrack geschnitten werden. Am 30.September ereignete sich im dichten Nebel auf der Autobahn vor Seewalchen die größte Massenkarambolage, die jemals auf Österreichs Straßen stattgefunden hat. 8 Tote wurden geborgen und gemeinsam mit dem Roten Kreuz rd. 50 Verletzte versorgt. Dieser Einsatz war für alle eingesetzten Helfer äußerst belastend. Die Herbststürme verlangten noch rund 15 Einsätze und im November brannte das Wohnhaus von Födinger Hannes aus. Grund war ein defekter Etagenheizungsofen.

2003 Bereits im Jänner heulten in diesem Jahr dreimal die Sirenen: ein Verkehrsunfall auf der A1 mit Bergung von Verletzten, ein Heckenbrand in der Rosenau und ein Verkehrsunfall in Steindorf waren die Ursache. Im April kam es zu einem Autobrand vor dem GH Bootshaus und im Mai musste neunmal zu Pumparbeiten nach einem Unwetter ausgerückt werden. Im Mai brannte im Schörflinger Steinbach ein Bauernhaus (Ranseder), bei den Löscharbeiten waren auch wir beteiligt. Erst Ende August kam es wieder zu spektakulären Einsätzen, wobei die Bergung eines Schwerstverletzten bei der Königswiese im Vordergrund stand. Im Oktober wurden wir gleichzeitig mit der Samstag – Sirenenprobe zu einem Verteilerbrand nach Litzlberg gerufen.

2004 Im April mussten auf der A1 nach einem VU Personen befreit werden und im Juni brannte in Reichersberg das Anwesen Kreuzer. Das Dach der Stallungen wurde ein Raub der Flammen. Bei Unwettern im Juli mussten Bäume beseitigt und Keller ausgepumpt werden. September und Oktober mussten bei drei VU auf A1 und bei der Agerbrücke verletzte Personen befreit und kaputte Autos beseitigt werden. Im November kam es zum größten VU: auf der A1 kam bei Schneefahrbahn ein Eurobus von der Fahrbahn ab und stürzte über eine Böschung – eine Tote und 11 Verletzte waren das Ergebnis. Im November kam es bei Unwettern zu Straßenblockaden, die beseitigt werden mussten. Im Dezember leistete die Wehr einen Assistenzeinsatz beim Brand des alten Reinthalerhauses in Attersee und knapp vor Weihnachten wurde auf der Steindorferkreuzung eine Frau mit hydraulischem Bergegerät nach einem VU aus ihrem Wagen befreit.
Der KDT der FF-Markt Seewalchen wurde als KDT des Technischen Zuges der F+B Bereitschaft Vöcklabruck HBI Anton Kühn vom BFKDO Vöcklabruck bestellt.
OBI Roman Sumereder von der FF-Markt Seewalchen wurde von der OÖ Landesfeuerwehrleitung zum Hauptamtswalter für den Feuerwehr – Sanitätsdienst bestellt.
Nach 30-jähriger Tätigkeit im Bezirks-Feuerwehrkommando Vöcklabruck scheidet Kam. Gerhard J. Zopf aus Altersgründen aus seiner Funktion. Von der O.Ö. Landes-Feuerwehrleitung wird ihm der Dienstgrad „Ehren-Hauptamtswalter“ zuerkannt.
Zwei Mann haben das Feuerwehrleistungsabzeichen in Gold (die Feuerwehrmatura) erworben.

2005 Das Jahr 2005 war gekennzeichnet durch schwere Verkehrsunfälle. Der größte VU war die Massenkarambolage auf der A1 bei km 229 in Richtung Wien. Dabei waren zwei Tote und 12 z.T. schwer verletzte Personen zu beklagen. Die eingeklemmten Toten mussten mit Bergegeräten aus den Wracks geschnitten werden. Im März brannte in Gerlham im Hause Peidbuchner ein Badezimmer wegen eines defekten Heizstrahlers aus und im Mai kam es wegen eines heftigen Gewitters zu einigen Pumpeinsätzen. Im Juli kam das neue Fahrzeug, ein KRF. Dieses Fahrzeug dient als Vorausfahrzeug und hat eine Polylöschanlage und eine Bergegerät an Bord. Im Herbst wurde auf der A1 ein schwerverletzter Autolenker aus seinem verunglückten Fahrzeug geschnitten. Leider verstarb dieser noch an der Unfallstelle. Im Oktober wurde die Korbtrage in Betrieb genommen. Im November hat uns innerhalb von 5 Tagen 4x die Sirene zu Einsätzen gerufen: Verkehrsunfälle wegen der schlechten Witterungsverhältnisse waren die Ursache. Am Heiligen Abend kam es zu zwei Einsätzen. Eine lange Ölspur musste auf der Straße beseitigt werden und in Steindorf mussten mach einem Verkehrsunfall die Beteiligten geborgen werden.
Insgesamt gab es in diesem Jahr rd. 260 Aktivitäten der Feuerwehr, 20 Mal hat die Sirene zum Einsatz gerufen.
Im Dezember des Jahres wurden 30 Pager angeschafft, die die Sirene verstärken sollen. Dadurch wird die schnelle Einsatzbereitschaft noch verbessert.

2006 Der Jahresbeginn 2006 war geprägt von fast unheimlichen Schneemassen. Wir mussten 33 mal Häuser von ihrer Schneelast befreien – zusätzlich zu den üblichen winterlichen Verkehrsunfällen. Ende Jänner brannte es im Fleischergeschäft Haydinger. Großer Schaden entstand durch die enorme Rauchentwicklung. Ebenfalls im Jänner kam es zu einem VU auf Höhe Rosenau, bei dem eine Seewalchnerin tödlich verletzt wurde. Im Frühjahr bekamen wir auch die Vogelgrippe zu spüren. 9 mal wurden tote Vögel geborgen und der richtigen Stelle übergeben. Am 14. August kam es zu einem Großbrand in der Raudaschlmühle, der uns sechs Tage beschäftigte. Immer wieder waren Glutnester zu löschen. Im Oktober kam es im landwirtschaftlichen Anwesen der Familie Schwarzenlander in Kraims zu einem Brand, der jedoch rasch gelöscht werden konnte. Im November mussten Verkehrsunfälle im Baumer Holz und beim Wozabal gelöst werden und im Dezember brannte auf Grund einer Adventkranzkerze die Küche eines Einfamilienhauses in Seewalchen.

2007 Mitte Jänner 2007 kam es zu einem Jahrhundertereignis. Der Sturm Kyrill brauste mit über 120 km/h über unsere Gemeinde und richtet enormen Schaden an. 17 technische Einsätze waren wegen des Sturmes in einem Tag zu bewältigen. Am 1. Februar kam es in der LAG, im Kohlebunker zu einem Brand, der jedoch rasch unter Kontrolle gebracht werden konnte. Nach einigen Verkehrsunfällen im März wurden wir erstmals m it einer Bergung aus einem hydraulischen Lift konfrontiert. Durch alle Medien ging ein spektakulärer Brand eines Motorbootes am Attersee vor dem Strandbad nach einer Explosion im Motorraum. Am Raderlebnistag – Anfang Juni – kam es in Schörfling, in der „Laterndl – Bar“ zu einem Großbrand, bei dem Löschhilfe geleistet werden musste. Im Herbst mussten wir nach einer Anzahl Verkehrsunfälle, die glimpflich verlaufen waren, noch zwei Schwerstverletzte, bzw. Tote aus den zertrümmerten Wracks schneiden. Einer davon war ein junger Gerlhamer – Gerhard Laminger. Im November brannte in Haidach der Dachboden eines Einfamilienhauses aus – Brandursache war ein Hitzestau in der Sauna. Bemerkenswert war in diesem Jahr der massive Anstieg der Sirenenalarme ( Anstieg von 20 auf 38 mal, d.s. 90% Steigerung ). Die Jugendgruppe nahm am Abschnitt-, Bezirks- und am Landesbewerb teil und stellte dabei ihren Mann bzw. ihre Frau. Insgesamt gab es 256 Ereignisse, bei denen Feuerwehrleute zusammen kommen mussten.

2008 Das Jahr 2008 brachte einige Brandeinsätze mit sich u.a. einige Fahrzeugbrände – den ersten als das Jahr noch keine 45 Minuten alt war. Zu den spektakulärsten Einsätzen in diesem Bereich zählten der Brand der Firma Ökotherm im Mai sowie der Bauernhofbrand in Moos bei Schörfling im August. (siehe unten)
Bei den technischen Einsätzen ließen am Anfang des Jahres die Stürme Paula und Emma aufhorchen, die mit Windspitzen von über 100 km/h eine Spur der Verwüstung nicht nur durch Seewalchen, sondern durch ganz OÖ zogen. Ende März kam es wieder zu einer Massenkarambolage auf der A1 (siehe unten). Durch das restliche Jahr begleiteten uns vollgelaufene Keller, eingeklemmte Personen, Tauchunfälle, Personensuchen und sogar eine Stier-Rettung aus dem Attersee.
Unser Öl-Einsatzfahrzeug wurde 2008 ebenfalls mehrmals angefordert, haupt-sächlich um ausgelaufenes Öl nach Verkehrsunfällen zu binden.

Pressemitteilung zur Massenkarambolage

Schrecklicher Serienunfall auf der A1
250 freiwillige Einsatzkräfte retten Menschenleben. Am 25. März um kurz vor 10:00 Uhr kam es auf der A1 Fahrtrichtung Salzburg zwischen Seewalchen und St. Georgen zu einer Massenkarambolage mit über 60 Fahrzeugen. Etwa 100 Feuerwehrleute und 150 Rettungskräfte waren im Einsatz, um die Verletzten zu versorgen.
Sieben Feuerwehren im Einsatz
Quasi im 10-Minuten-Takt wurden die Feuerwehren Seewalchen, Schörfling, Lenzing, St. Georgen, Attersee und Vöcklabruck alarmiert, die FF Unterach rund eine Stunde später. Der Einsatz wurde von OBI Roman Sumereder von der FF Seewalchen koordiniert und durchgeführt. Einsatzort schwer zu überblicken
„Die Fahrzeuge waren komplett ineinander verkeilt und es schneite heftig. Wir konnten uns nur schwer einen Überblick über die gesamte Einsatzstelle verschaffen.“, erzählte einer der Feuerwehrleute.
Arbeit unter Hochdruck
Mittels schwerem Bergegerät befreiten die eingesetzten Feuerwehrmitglieder die eingeklemmten Personen aus ihren zum Teil völlig zerstörten Fahrzeugen. Leider war dabei auch eine Tote zu beklagen.

Stundenlanger Dauereinsatz
Nachdem um etwa 14:00 Uhr alle Verletzten versorgt waren, konnte sich das Rote Kreuz von der Einsatzstelle zurückziehen. Die 30 eingesetzten Mitglieder der Freiwillige Feuerwehr Seewalchen konnten erst um 20:30 – nach beinahe elf Stunden Dauereinsatz – den Unfallort wieder verlassen.

Pressemitteilung zum Brand Steinbichler/Moos

Großbrand in Schörfling
Am 4. August 2008 stand zur Mittagszeit ein landwirtschaftliches Nebengebäude in der Ortschaft Moos, Gemeinde Schörfling, in Vollbrand. Trotz des raschen Eintreffens der Einsatzkräfte verendeten zwei Kälber qualvoll in den Flammen. Insgesamt waren neun Feuerwehren unter der Einsatzleitung der Feuerwehr Schörfling am Brandort.
„Ich war gerade mit meinem Traktor am Feld, als ich einen lauten Knall hörte“, erzählte ein Landwirt aus der benachbarten Ortschaft Wörzing. „Ich sah die Flammen aus dem Dachstuhl schlagen und habe sofort die Feuerwehr angerufen“, so der beherzte Nachbar weiter.
Um 11:24 wurden die Feuerwehren Schörfling und Oberhehenfeld vom Landes-feuerwehrkommando Oberösterreich alarmiert. Vier Minuten später heulten die Sirenen in Aurach, Reibersdorf, Weyregg und Seewalchen am Attersee. Weiters wurden noch die Feuerwehren Attnang mit einer Drehleiter, die Feuerwehr Vöcklamarkt mit dem Atemschutzfahrzeug sowie die Feuerwehr Lenzing ver-ständigt.
Die Einsatzkräfte stellten durch mehrere Zubringerleitungen die Löschwasser-versorgung sicher. Die Feuerwehr Seewalchen war mit insgesamt drei Fahrzeugen und 16 Mitgliedern vor Ort, die mit zwei C-Rohren und einem Hochdruckrohr gegen die Flammen kämpften. Um 15:30 konnte die Feuerwehr Seewalchen den Einsatzort wieder verlassen.

2009 war ein ereignisreiches Jahr, da einige Einsätze durchaus nicht „alltäglich“ waren. Zu den spektakulärsten Brandeinsätzen zählen der Hallenbrand bei der Firma Legat, der Heuballenbrand auf einem LKW und der Brand eines Neuwagens auf der A1. Besonders tragisch endete das Feuer in einem Wohnhaus in Altenberg bei Attersee; zwei Personen kamen dabei ums Leben.
Bei den technischen Einsätzen ließ ein umgestürzter LKW in Gampern aufhorchen, dessen Bergung die Einsatzkräfte über Stunden beschäftigte. Im Mai stürzte in Puchkirchen ein Hubschrauber ab; wir wurden mit dem Ölfahrzeug zu diesem Einsatz gerufen. Da die Aufräumarbeiten erst nach der Begutachtung durch Sachverständige beginnen konnten, dauerte dieser Einsatz für uns elf Stunden. Zwischen Ende Juni und Mitte Juli wüteten heftige Regenfälle und Unwetter in unserer Gegend, die zahlreiche Einsätze nach sich zogen.
Mehr als zehn Mal wurde in diesem Jahr unser Ölfahrzeug alarmiert, um auslaufendes Mineralöl oder Treibstoffe zu binden.

Pressemitteilung zum Hallenbrand bei der Firma Legat, 17. Februar

Am 17. Februar um kurz vor 09:00 Uhr wurde die Freiwillige Feuerwehr Seewalchen zu einem Brand im Seewalchner Gewerbegebiet gerufen. Die Altmaterialhalle einer Autowerkstätte stand in Vollbrand. Vom Landesfeuerwehrkommando OÖ wurde die Alarmstufe 2 vom ausgelöst. Insgesamt zehn Freiwillige Feuerwehren stellten sich dem Flammenmeer.
Der Einsatz wurde von der Feuerwehr Seewalchen durchgeführt und koordiniert. Weiters waren die Pflichtbereichsfeuerwehren Kemating und Steindorf, sowie die Feuerwehren Schörfling, Oberhehenfeld, Gampern, Lenzing, Attersee, Attnang und Vöcklabruck im Einsatz.
Die Löschwasserversorgung wurde mittels Tragkraftspritzen aus der angrenzenden Ager hergestellt. Die Pflichtbereichsfeuerwehren Seewalchen, Kemating und Steindorf bekämpften den Brand mit 6 C-Rohren, 1 Hochdruckrohr sowie einem Wasserwerfer.
Bereits um 9:35 Uhr war der Brand unter Kontrolle; um 12:45 Uhr konnte „Brand aus“ gegeben werden. Um Die Freiwillige Feuerwehr Seewalchen war mit insgesamt 22 Mitgliedern am Einsatz beteiligt.

KFZ-Brand auf der A1, 11. August

Um 19:13 Uhr wurden wir von der LWZ zu einem KFZ-Brand auf der A1, Fahrtrichtung Salzburg alarmiert. Kurz vor St. Georgen stand ein PKW in Vollbrand. Mittels Polylöschanlage und zwei Hochdruckrohren konnte der Brand rasch abgelöscht werden. Am Neuwagen entstand dennoch Totalschaden; verletzt wurde niemand. Die Feuerwehr Seewalchen war mit KRF-S, RLFA und Ölfahrzeug und 15 Mitgliedern im Einsatz. Um 21 Uhr konnten wir wieder ins Feuerwehrhaus einrücken.

2010 Im Jahr 2010 wurden wir mit Einsätzen verschiedenster Art konfrontiert. Zwölf Mal wurden wir zu Aufräumarbeiten nach Verkehrsunfällen gerufen. Vierzehn Mal waren wir mit unserem Ölfahrzeug unterwegs, wobei uns der ausgetretene Diesel eines LKWs auf der A1 über mehrere Tage beschäftigte. Auch verschiedene Unwetter mit Starkregen macht uns wieder zu schaffen; insgesamt zehn Mal rückten wir zu Pump- bzw. Aufräumarbeiten aus. Je vier Mal wurden wir zu Kamin- und Fahrzeugbränden sowie zu Verkehrsunfällen mit eingeklemmten Personen gerufen.
Einer der spektakulärsten Einsätze 2010 war der Brand eines vollbesetzten Reisebusses. Am 7. März um 13:15 Uhr wurden wir von der LWZ zu einem Autobusbrand auf der A1 Richtung Salzburg kurz vor der Abfahrt St. Georgen gerufen. Der Bus war mit ca. 50 Personen einer Lambacher Schule besetzt, die alle in Sicherheit gebracht werden konnten. Die Feuerwehren Seewalchen, Schörfling, Lenzing und St. Georgen waren mit neun Fahrzeugen und insgesamt 54 Mitgliedern im Einsatz. Aus ungeklärter Ursache begann das Heck des Reisebusses zu brennen. Binnen kurzer Zeit stand der gesamte hintere Teil des Fahrzeuges in Vollbrand. Wir bekämpften das Feuer mit der Polylöschanlage und mit zwei HD-Schwerschaumrohren, wodurch der Brand rasch abgelöscht werden konnte.
Am 8. Juni wurden gegen 7.00 Uhr die Feuerwehren Bach, Schörfling, Seewalchen, Steinbach und Weyregg am Attersee zum Brand eines landwirtschaflichen Gebäudes alarmiert. Das Wirtschaftsgebäude wurde ein Raub der Flammen; Menschen und Tiere waren nicht in Gefahr. Das Wohngebäude konnte gerettet werden. Die FF Seewalchen war mit RLFA und Pumpe Seewalchen sowie 14 Mitgliedern im Einsatz.
In den frühen Morgenstunden des 29. Oktober wurden die Freiwilligen Feuerwehren Seewalchen und Schörfling zu einem schweren Verkehrsunfall auf der Seeleiten Bundesstraße gerufen. Ein Linienbus und ein PKW waren aus ungeklärter Ursache kollidiert; der Lenker des PKWs wurde in seinem total demolierten Fahrzeug eingeklemmt. Mittels schweren Bergegeräts konnte der Verletzte von den beiden Feuerwehren aus seinem Fahrzeug gerettet werden. Die Seeleiten Bundesstraße war während der Dauer des Einsatzes nicht passierbar.

2001 KFZ – Brand auf der A1

2001
KFZ – Brand
auf der A1

2002 Lenzing AG - Großbrand der Kühltürme

2002
Lenzing AG – Großbrand der Kühltürme

2003 Brand bei  Ranseder, Schörfling

2003
Brand bei
Ranseder, Schörfling

2004 Brand bei Kreuzer, Reichersberg

2004
Brand bei Kreuzer, Reichersberg

2004 Busunfall auf A1

2004
Busunfall
auf A1

2005 Massenkarambolage 2. März

2005
Massenkarambolage
2. März

2005 Unser neues "KRF-S"

2005
Unser neues
„KRF-S“

Jänner 2006 Fast unheimliche Schneemassen.

Jänner 2006
Fast unheimliche Schneemassen.

2006 Großbrand in der Raudaschlmühle

2006
Großbrand in der Raudaschlmühle

2007 Sturm Kyrill mit über 120 km/h

2007
Sturm Kyrill mit
über 120 km/h

2007 Spektakulärer Brand eines Motorbootes

2007
Spektakulärer Brand eines Motorbootes

2008 Verkehrsunfall am 20. Jänner

2008
Verkehrsunfall am
20. Jänner

2008 Massenkarambolage am 25. März

2008
Massenkarambolage
am 25. März

2008 Brand Steinbichler in Moos am 4. August

2008
Brand Steinbichler in
Moos am 4. August

2009 Hubschrauberabsturz Puchkirchen am 23. Mai

2009
Hubschrauberabsturz
Puchkirchen am 23. Mai

2009 Hallenbrand Firma Legat am 17. Februar

2009
Hallenbrand Firma
Legat am 17. Februar

2009 KFZ-Brand auf der A1 am 11. August

2009
KFZ-Brand auf der
A1 am 11. August

2010 Öleinsatz Auffangbecken A1 am 23. September

2010
Öleinsatz Auffangbecken
A1 am 23. September

2010 Autobusbrand A1 7. März 2010

2010
Autobusbrand A1
am 7. März

2010 Brandeinsatz in Weyregg am 8. Juni

2010
Brandeinsatz in
Weyregg am 8. Juni

2010 Schwerer Verkehrsunfall am 29. Oktober

2010
Schwerer Verkehrsunfall
am 29. Oktober

1976 – 2000

1976 erhielt die Gemeinde Seewalchen das heutige Wappen verliehen. Der Kommandant der FF Seewalchen, Willi Sumereder, wurde zum Kommandant des Technischen Zuges der F+B Bereitschaft des Bez. Vöcklabruck bestellt und übt diese Funktion noch heute aus. Amtswalter Richard Sumereder und Hauptamtswalter Gerhard Zopf (schon 1974) werden in den Bewerterstab für Leistungsbewerbe berufen.

1977 Am 26. Juli wurden die landwirtschaftlichen Anwesen Egger und Lohninger in Steindorf durch Heuselbstentzündung ein Raub der Flammen. Im Sommer verunglückte Pfarrer Gabriel Sax bei einem Autounfall am Stilfser Joch in Südtirol tödlich.

1978 Im Mai feierte die Gemeinde die Markterhebung. Auf der Autobahn kam es am 1. Jänner infolge eines heftigen Schneegestöbers zu einer Massenkarambolage.

1979 wurde das Feuerwehrhaus in Steindorf gesegnet und seiner Bestimmung übergeben. Die Feuerwehr Seewalchen bekam vom Landesfeuerwehrkommando ein KHD Arbeitsboot. Im Oktober brannte es im Kaufhaus Neuhofer in der Hauptstraße.

1980 In diesem Jahr brannten auf der A1 zwei LKW samt Ladungen (Stroh, Spraydosen) und beim Hauptschulneubau brannte die Bauhütte ab.

1981 kam es wegen dichten Nebels auf der Autobahn zu Serienunfällen mit elf Verletzten und enormen Sachschäden.

1982 brach im Heizraum der Raika Seewalchen ein Brand aus. Der neue Tankwagen wurde von der Firma Rosenbauer geliefert. Am 15. Juni verstarb plötzlich unser Feuerwehr Zeugwart Richard Sumereder im 38. Lebensjahr.
Im Juli kam es in der Lenzing AG zu einer Explosion in der Supersorbon, bei der ein Arbeiter getötet und mehrere verletzt wurden. Am selben Tag wurde die Altersgruppe der FF Seewalchen Landessieger beim Landesleistungsbewerb und qualifizierte sich zur Teilnahme beim Bundesleistungsbewerb im Jahr 1983.

1983 Im März entstand beim Schnapsbrennen im Anwesen Stigler in Kemating ein Brand. Im Sommer brannte das Anwesen Laminger in Gerlham. Die Altersgruppe wurde abermals Landessieger und beim Bundesleistungsbewerb erkämpfte sie den fünften Rang und erreichte die höchste Punktezahl aller oberösterreichischen Gruppen. Ehrenkommandant und Ehrenbürger Franz Sumereder verstarb.

1984 Brand im Nebengebäude des Hauses Neuhofer und Kabelbrand am Mähdrescher des Landwirtes Leitner in Reichersberg. Die Bewerbs- Altersgruppe trat zum letzten Mal zu einem Landesleistungsbewerb an und wurde zum fünften Mal Landessieger. Im Oktober gab es eine schweren Verkehrsunfall auf der Autobahn bei Strass: 25 Menschen wurden verletzt, fünf verbrannten. Peter Romauer wurde in den Bewerterstab des Bezirkes Vöcklabruck berufen.

1985 wurde der Lehrer Rudolf Plöderl zum Rot Kreuz Ortsstellenleiter von Seewalchen gewählt.

1986 am 26. April kam es zu einem Reaktorunfall in Tschernobyl. Insgesamt gab es acht Brand- und 53 technische Einsätze.

1987 wurde die Aktion Essen auf Rädern eingeführt.
Im März brannte auf der A1 ein LKW der Fa. Trodat und im Dezember kam es zu einem gefährlichen Brand in der Stern & Hafferl Remise in Attersee. Insgesamt musste die Wehr zu neun Verkehrsunfällen ausrücken.

1988 verunglückte der Bezirks-Feuerwehrkommandant Erich Kopp tödlich. Roman Sumeder wurde in den Bewerterstab des Bezirkes Vöcklabruck berufen. Durch die schlechte Straßensituation kam es im Winter zu einer Serie von KFZ-Bergungen auf Gemeindestraßen und vor allem auf der A1.

1989 wurde der FF Seewalchen ein neues Öl-Alarm-Fahrzeug übergeben. Der “Partnerschaftsstein” für die Partnerstadt Freyung wurde aus dem Attersee geborgen. Im Mai kam es zu einer dramatischen Situation in Schörfling bei einem Zimmerbrand. Kinder wurden vermisst. Gottseidank kamen sie nach geraumer Zeit vom Spielplatz zurück. Im November wurde die Wehr direkt von einem Bauernhausbrand in Haunolding zu einem Verkehrsunfall auf die A1 beordert, wo eingeklemmte Tiere eines Kleinzirkus befreit werden mussten. In Litzlberg brannte das Haus der Familie Tostmann. Insgesamt gab es neun Brand- und 37 technische Einsätze.

1991 wurde das letzte Mühlrad in Seewalchen (Siebenmühlen) abmontiert. Es hat 31 Jahre seinen Dienst verrichtet. Am 5. August erreichte der Attersee den höchsten Pegelstand von 200 cm und am 1. November war der Attersee von einen außergewöhnlichen Niederwasser betroffen: Der Pegelstand betrug 101 cm. Am 13. Dezember kam es auf der Agerbrücke wegen Nebels zu einer Massenkarambolage. Es gab sieben Verletzte. Aufsehen erregte ein Brand im Keller der Wohnhausbaustelle Hittenberger am Schulweg.

1992 brach im Wohnhaus der Elisabeth Motz in Rosenau ein Brand aus, der das Obergeschoß und das Dach zerstörte. Im Spätherbst waren bei zwei Unfällen auf der A1 jeweils Tote zu bergen.

1993 wurde die zweite Sirene am Dach der Volksschule montiert. Die Raika feierte ihr 100jährige Jubiläum. Insgesamt rückte die Wehr 9 mal zu technischen Hilfeleistungen und Menschenbergungen auf die A1 aus.

1995 trat Österreich der Europäischen Union bei. Im Sommer erhielt die FF Seewalchen einen VW Passat als Kommando- und Vorausfahrzeug mit Bergegerät. Im Juni brannte es in der Fleischerei Haydinger, am 27.11. im Haus Neuhofer, Hauptstr.14 und im August leistete die Wehr einen Assistenzeinsatz in Weyregg beim Brand des Hauses Astecker in Bach.

1996 gab es im Sommer heftige Unwetter mit Überschwemmungen. Im Dezember kam es im Hause Kastberger in der Hatschekstraße zu einem Zimmerbrand infolge eines überhitzten Fernsehgerätes.

1997 Spatenstich für das neue Amtshaus. Peter Romauer wurde Bewerbsleiter für den Feuerwehrabschnitt Attersee. Im Februar rückte die Feuerwehr nach Attersee aus. Das Kaufhaus Baresch brannte. Im Oktober wurde Bürgermeister Mag. Reiter gewählt. Insgesamt rückte die Wehr 11 Mal zu Einsätzen auf die Autobahn aus.

1998 wird das alte Gemeindeamt abgerissen und mit der Kirchenrenovierung begonnen. Für Übungszwecke wurde das alte Meldeamt angezündet. Die Schauübung eignete sich gut zum Training der Atemschutztrupps. Im Sommer wurden aus der Agerwehr zwei Ertrinkende gerettet und im September brannte ein Holzanbau bei der Tankstelle Lenzenweger. Im Oktober rückte die Wehr zu einem Assistenzeinsatz nach Lenzing aus. Es brannte der Dachstuhl des Gasthauses Leimer. Fünfmal kam es noch zu einem Einsatz auf der A1, wobei entweder ein PKW brannte, oder eingeklemmte Personen zu bergen waren.

1999 wurde der Euro als neues Zahlungsmittel beschlossen.

Tankwagenbrand auf der Autobahn

Tankwagenbrand auf der Autobahn

Brand in Steindorf, 1977

Brand in Steindorf, 1977

LKW-Brand auf der A1

LKW-Brand auf der A1

Supersorbon, Lenzing AG, 1982

Supersorbon, Lenzing AG, 1982

Eingeklemmter Lenker auf der A1

Eingeklemmter Lenker auf der A1

Landessieger 1982, 1983 und 1984 en suite

Landessieger 1982, 1983 und 1984 en suite

KFZ-Brand auf der A1

KFZ-Brand auf der A1

Massenkarambolage auf der A1

Massenkarambolage auf der A1

1951 – 1975

1951 entstand durch spielende Kinder im Amtshof ein Brand, der die Dachung vernichtete. Durch zielbewusste Brandbekämpfung konnte der Brand nach 15 Minuten lokalisiert werden. Den Wehrmännern wurde vom Bürgermeister der beste Danke ausgesprochen. Der Besitzer selbst fand kein anerkennendes Wort. Im Dezember brannte das Auszugshaus des Georg Schachl in Ainwalchen. Der Löschgruppe Steindorf wurde eine Tragkraftspritze übergeben und Seewalchen bekam für das Feuerwehrauto eine neue Vorbaupumpe.

Brand Seehof, Litzlberg, 1956 (-28 Grad)

Brand Seehof, Litzlberg, 1956 (-28 Grad)

1952 brannte in Steinbach am Attersee die Möbelfabrik Hummelbrunner. Obwohl aufgrund der vereisten Straße langsam gefahren werden musste, war unsere Wehr die erste die in Aktion trat. Im April brannte es in Ainwalchen beim Anwesen des Georg Meinhart. Es wurde der gesamte Dachstuhl des Wohnhauses sowie das Wirtschaftsgebäude und sämtliches Inventar und teilweise der Viehbestand vernichtet. Am 11. September wurde MR Dr. Fritz Seifert die Ehrenbürgerschaft von Seewalchen verliehen.

1954 Brand in der Molkerei Kolm und Deckenbrand im Pfarrhof. Im Juli war Hochwassereinsatz beim Attersee. Geröll, Erdmassen und Bäume verlegten die Attersee Bundesstraße fünf Meter hoch. Am 23. Dezember brach ein Brand in der Burgauer Holzindustrie aus. Die Wehr musste aber in Attersee wieder umkehren, da die Strasse aufgrund eines Sturms mit umgestürzten Bäumen blockiert war.

1955 Am 15 Mai wurde der österreichische Staatsvertrag abgeschlossen und am 26. Oktober verließ der letzte Soldat österreichisches Staatsgebiet.

1956 Brand im Seehof Litzlberg bei -28 Grad. Nur durch den Einsatz der Vorbaupumpe war die Brandbekämpfung möglich. Sobald die Pumpe zum Stillstand gekommen war, gefror das Wasser in den Schläuchen und Armaturen. Im März wurden von der Feuerwehr die vor der Agerbrücke aufgestauten Eisschollen beseitigt. Im April brannte es bei Piber in Seewalchen Nr. 172 und im Büro des Herrn Leydolt.
In Österreich wurde die Wehrpflicht eingeführt. Als erster Jahrgang musste der Jahrgang 1937 einrücken.

1957 Beginn des regelmäßigen Fernsehbetriebes in Österreich. Der Gemeinderat beschloss die Straßenbenennung und Hausnummerierung in Seewalchen. Am 10. Mai brach in den Häusern 5 und 9 in Kraims durch Brandlegung ein Feuer aus. Der Brandleger konnte später ausgeforscht und verhaftet werden. Er versetzte die Bewohner von Seewalchen und Gampern in Schrecken, da er in der selben Nacht weitere Brandlegungen versuchte, und schließlich in Egning bei Gampern drei Bauernhäuser anzündete.

Pfarrhofbrand, 1961

Pfarrhofbrand, 1961

1958 Brand im Anwesen Hemetsberger (Schein z’Naißing). Das Wirtschaftsgebäude und das Dach des Wohnhauses wurden zerstört. In Reichersberg beim Schmoller wurde durch das rasche Eingreifen der Feuerwehr großer Schaden verhindert.

1959 entstand in der Schuhfabrik Kastinger durch die schadhafte Ölfeuerung ein Brand, der jedoch rechtzeitig gelöscht werden konnte ohne größeren Schaden anzurichten – starke Rauchentwicklung und Explosionsgefahr.

1960 entstand durch fahrlässige Aufbewahrung von Rauchfasskohle in der Sakristei der Pfarrkirche ein Brand der die gesamte Einrichtung und untergebrachten kirchlichen Gegenstände vernichtete. Am 27. November wurde der Schlossermeister Sumereder für seine Verdienste als Feuerwehrkommandant zum Ehrenbürger der Gemeinde Seewalchen ernannt. Bei dieser Feier wurde Wehrarzt Dr. Fritz Seifert das Dekret zur Ernennung zum Medizinalrat überreicht.

1961 Am 26. März wurde der Pfarrhof Seewalchen durch Brandlegung ein Raub der Flammen. Der Dachstuhl des Pfarrhofes und der angrenzende Stadel wurden vernichtet. Der Brandleger aus Schwanenstadt konnte verhaftet werden. Der Name der Gemeinde Seewalchen wurde auf “Seewalchen am Attersee” geändert.

1962 brannte das Haus Steindorf Nr.7 infolge Brandlegung durch ein Kind ab.

1963 Die Schlagkraft der Feuerwehr wurde durch den Ankauf eines Tanklöschfahrzeuges enorm erhöht. Am 24. Juli wurde dieser Tanklöschwagen erstmals beim Brand in der Möbelfabrik Hummelbrunner in Steinbach a.A. bei einem Brand eingesetzt. Der Brand konnte rasch gelöscht werden und die Feuerwehr konnte einen großen Erfolg verzeichnen. Hunderte Zuschauer – unter ihnen viele Sommergäste – waren Zeugen, wie der bereits brennende Dachstuhl in kurzer Zeit gelöscht werden konnte. Die Zuschauer spendeten der Feuerwehr großen Beifall. Am Rande sei vermerkt, dass sich auch folgendes zugetragen hat: Die Feuerwehr wollte beim Hydranten, der neben dem Fabriksgebäude stand – anschließen, um den Tank nachzufüllen. Es kam aber leider kein Wasser. Inzwischen wurde aber eine Schlauchleitung vom Bach zur Brandstätte gelegt. Später konnte in Erfahrung gebracht werden, dass der Hydrant angeblich wegen Nichtbezahlung des Wasserzinses abgesperrt war.
Am 2. Februar fror der See zu und erst am 28. März zerstörte ein Föhnsturm die Eisfläche.
Die Installierung des elektrischen Kirchenglocken erfolgte, nachdem diese im Jahre 1958 aus dem Gemeindevermögen ausgeschieden und der röm. kath. Pfarrgemeinde übertragen worden wurden.

Brand Kastinger, 1973

Brand Kastinger, 1973

1964 wurde das Anwesen Kemating 4 (Haberl/Sturm) vernichtet. Der Zeugwart der Feuerwehr – Rupert Hofwartner – verunglückte durch ein Blitzschlag bei einer Bergtour auf dem Großglockner tödlich. Der Tankwagen wurde in diesem Jahr sehr oft bei Unfällen auf der Autobahn eingesetzt.

1965 wurde am 26. Oktober der erste Nationalfeiertag eingeführt.

1966 im Februar: Dachstuhlbrand im “Haus des Fremdenverkehrs”.

1967 Beim Haus Wiespointner in Staudach wurde durch einen heftigen Sturm das Dach abgetragen.
Am 18. November wurde erstmals der sozialistische Kandidat Alois Ulm zum Bürgermeister in Seewalchen gewählt.

1968 wurde die Feuerwache Steindorf als selbständige Feuerwehr in das Feuerwehrbuch eingetragen.
Wilhelm Sumereder wird zum Kommandanten der FF Seewalchen gewählt.

1969 wurde das erste Farbfernsehprogramm in Österreich ausgestrahlt. In diesem Jahr rückte die Feuerwehr zu 13 Brandeinsätzen aus.

1970 Eine Gruppe fuhr mit dem Löschfahrzeug LF8 von Wels nach Hause, wo für den alten Mercedes Ersatzteile abgeholt wurden. Dabei entdeckten die Kameraden zufällig einen Landwirtschaftsbrand in Kirchberg und bekämpften denselben in Zivilbekleidung, da noch keine andere Wehr vor Ort war (unter der Devise: Allzeit bereit)

1971 beschloss der Gemeinderat den Ankauf eines Löschfahrzeuges und die Errichtung einer Hauptschulexpositur.

Landesbewerb Wels, 1974

Landesbewerb Wels, 1974

1972 Am 28. April passierte, aufgrund eines Schlechtwettereinbruchs, eine Massenkarambolage mit 18 PKW’s auf der Autobahn am Kematinger Berg. 25 Verletzte wurden in die Krankenhäuser der Umgebung gebracht. Die Freiwillige Feuerwehr Seewalchen wurde vom OÖ Landes-Feuerwehrkommando zum Öl-Alarm-Stützpunkt für den Bezirk Vöcklabruck nominiert. Am 15. September wurde der FF Seewalchen ein Öl-Alarm-Fahrzeug und verschiedene Gerätschaften für den Katastrophen-Hilfsdienst (KHD) übergeben. 26 Brand- und 25 KHD-Einsätze waren in diesem Jahr zu bewältigen.

1973 Ein Löschfahrzeug Opel Blitz wurde für die FF Seewalchen angekauft, gleichfalls eine Vorbaupumpe für dieses Fahrzeug.
Am 26. Juni entstand in der Schuhfabrik Kastinger durch Schweißen ein Großbrand. Ein Übergreifen des Brandes auf die unmittelbar neben den Lagerhallen stehenden Häuser konnte verhindert werden. Schaden: 25 Millionen Schilling. Am 2. Juli brach in der Reithalle Fürthauer durch Selbstentzündung von Heu ein Brand aus. Das Wasser musste vom See zur Brandstelle in Haining gepumpt werden. Die Bezirkshauptmannschaft hat die rechtliche Anerkennung der Feuerlösch- und Bergebereitschaft der Feuerwehrendes Bezirkes Vöcklabruck festgestellt. Das Öl-Alarm-Fahrzeug wurde der F+B Bereitschaft zugeordnet. Gerhard Zopf wurde im November zum Hauptamtswalter des Bezirks-Feuerwehrkommandos bestellt. In dieser Funktion ist er heute noch tätig.

1974 beschloss der Gemeinderat die Errichtung einer eigenen Hauptschule und die Raika übersiedelte in das neue Dienstgebäude. Über das Aussehen des neuen Gebäude gab es in der Bevölkerung heftige Diskussionen. Von “moderner Architektur” bis “Verschandelung des Ortsbildes” differierten die Meinungen.

1975 verursachte ein plötzlicher Wintereinbruch auf der Autobahn eine Massenkarambolage. 22 Fahrzeuge wurden schwer beschädigt. Im September wurde das landwirtschaftliche Anwesen der Familie Mayr in Gerlham (Moar z’Gerlham) durch Blitzschlag eingeäschert. Im Gemeindegebiet wurden 47 Hydranten aufgestellt und so die Löschwasserversorgung wesentlich verbessert.

1926 – 1950

1926 Am 8. April zwischen 24 Uhr und 1 Uhr Nachts entstand aus ungeklärter Ursache beim Haus in Steindorf 39 ein Brand, welcher sich wegen des herrschenden Windes über das ganze untere Dorf in Steindorf ausbreitete, wobei 21 Objekte dem verheerenden Element zum Opfer fielen.
Ausser den gesamten Fahrnissen verbrannten noch 12 Rinder und Pferde, 20 Schweine nebst zahlreichem Geflügel. In weiterer Folge mussten noch 5 Rinder und 5 Schweine notgeschlachtet werden.
Entsprechend dem Schaden war die Hilfe des ganzen Landes gross. Aus den umliegenden Gemeinden langten Naturalien, Kleidungsstücke, Schuhe und sonstige Gegenstände ein. Die Landesregierung stellte sofort eine Pionierabteilung für die Aufräumungsarbeiten zur Verfügung und 4 Lastautos für die Zufuhr des Baumaterials, sodass in verhältnismäßig kurzer Zeit alle Objekte unter Dach gebracht werden konnten. Eine ausgiebige Hilfe leistete auch der Selbsthilfeverein durch Lieferung von Holz und Robotleistungen.
Bei dem Brande wurde auch der, seit 1868 bestehende, Brandschaden Versicherungsverein Seewalchen in Mitleidenschaft gezogen, nachdem derselbe infolge Auszahlung seines gesamten Reservekapitals in Liquidation treten musste und sich mit 143 Mitgliedern auflöste.

1927 brannten das Watzinger-Häusel in Kraims und das Hausmeisterhäuschen des Dr. Ruttensteiner in Buchberg. Brandursache war ein schlechter Rauchfang bzw. die Fahrlässigkeit der Hausmeisterin. Im Mai wurde der Feuerwehr Seewalchen zur Erbauung eines neuen Zeughauses auf der “Stieglerwiese” der Baugrund und eine Beihilfe von S 4.000,- von der Gem

Umgebautes Taxi als Feuerwehrauto, 1934

Umgebautes Taxi als Feuerwehrauto, 1934

eindevertretung bewilligt. Das alte Spritzenhaus wurde an Georg Stallinger in Seewalchen um S 1.000,- verkauft und der Feuerwehr zur Stärkung des Baufonds überlassen. Im Juli fand die Segnung des neu erbauten Feuerwehrdepots statt.

1928 wurden für den Bau des Feuerwehrhauses in Steindorf S 1.200,- bewilligt.

1929 ging über Oberösterreich ein Westorkan, der großen Schaden anrichtete.

1930 regte Bezirkswart Dr. Schuh den Ankauf eines Feuerwehrautos an, weil im Bedarfsfall selten die erforderlichen Pferde vorhanden waren. Es wurde mit der Unterstützun

g der Hausbesitzer eine kleine tragbare Motorspritze angekauft.
Am 24. Juni zwischen 16:00 und 18:00 Uhr kam plötzlich der Abfluss des Attersees zum Stillstand. Das Wasser des Sees trat bis zu 5 m vom Ufer zurück und das Wasser der Ager floss in den See zurück.
Ein – bei der Agerbrücke fahrendes – Trauner wurde trockengelegt und einer Wäscherin bei der Kammerbrücke verschwand das Wasser.
Die Hydrographische Landesabteilung beurteilte dieses “Phänomen” als “stehende Wellen”, hervorgerufen durch eine plötzliche Veränderung des Luftdruckes, die das Gleichgewicht des Seespiegels beeinflussen.

1931 verunglückten die beiden Taxiunternehmer Wehrer und Waldmann. Am Goldberg kam das Auto auf der schlüpfrigen Strasse ins Rutschen und kippte um. Feuerwehrmänner halfen bei der Bergung des toten Wehrer.

1932 trat das Gesetz zur Beitragspflicht der Gemeinde bei der Ausrüstung der Feuerwehr in Kraft. Ein ehemaliges Taxi wurde angekauft und zu einem Feuerwehrfahrzeug umfunktioniert.

1933 verhängte die Deutsche Regierung über Österreich die “Tausend-Mark-Sperre”. Deutsche Staatsbürger mussten vor einer Reise nach Österreich eine Gebühr von 1.000,- Mark entrichten.

1934 Infolge des sozialdemokratischen Putschversuches am 12. 2. wurde am selben Tag das Standrecht für Oberösterreich verfügt. In Seewalchen selbst war Ruhe. In der Papierfabrik Lenzing kam es zu Ausschreitungen. Der republikanische Schutzbund riss im Bahnhof Lenzing die Bahngleise auf und besetzte die Fabrik.

Im Juni brannte das Haus Staudach Nr. 3 (Anton Moser) bis auf die Grundmauern nieder.
Am 25. Juli fand in Wien ein nationalsozialistischer Putschversuch statt: Bundeskanzler Dr. Engelbert Dollfuß wurde ermordet.

1936 bittet die Bewohnerschaft von Steindorf die Gemeindevorstehung von Seewalchen, die Aufstellung einer Ortsfeuerwehr zu bewilligen, was auch geschah. Die Bereitstellung von Geldmitteln wurde jedoch mit der Begründung einer ausreichenden Leistungsfähigkeit der FF Seewalchen abgelehnt. In der Zwischenzeit standen der FF Seewalchen zwei Motorspritzen, zwei Handkraftspritzen und ein Automobil zum Transport der kleinen Spritze zur Verfügung. Die FF Seewalchen musste auch die Feuerwache bei Veranstaltungen übernehmen.

1937 wurde das erste Schaumlöschgerät angeschafft. Andere Gemeindeämter hatten schon längst für die Kanzlei das Telefon eingeleitet. Zur Freude des Gemeindesekretä

Feuerwehr-HJ bei der Übung, 1939

Feuerwehr-HJ bei der Übung, 1939

rs hatte die Gemeinde Seewalchen noch kein Telefon. Als der Sekretär einmal wieder zur Post gerufen wurde, um einen Anruf der Bezirkshauptmannschaft entgegenzunehmen, wurde er gefragt, warum die Gemeinde Seewalchen noch keinen Telefonanschluss habe. Der Sekretär begründete dies mit der Aussage: “Damit ich meine Ruhe habe.”

1938 Großbrand in der Papierfabrik Lenzing. Am 25. Jänner konnte ein Nordlicht von großer Stärke bewundert werden. Von vielen Bewohnern wurde dieses Naturereignis als schlechtes Omen gewertet. Am 13. März erfolgte der Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich. Am 10. April erfolgte eine Volksbefragung über den Zusammenschluss mit dem Deutschen Reich. In Seewalchen wurden von 1391 Stimmen 1390 mit Ja beantwortet. Nur eine, vielen noch bekannte Frau, blieb standhaft.

1939 brannte das Mairinger Haus in Kemating zur Gänze ab.
Die Lebensmittelbewirtschaftung für das Deutsche Reich wurde eingeführt (Lebensmittel und Kleiderkarten). In diesem Jahr wurde auch die Einhebung von Kirchensteuereinträgen eingeführt.

1941 begann im Juni der Krieg gegen Russland.

1942 war ein strenger Winter mit hoher Schneelage. Die Männer der FF Seewalchen wurden der Sondergerichtsbarkeit der Polizei für Straftaten, die im Dienst oder in Uniform begangen wurden, unterstellt.

1943 wurden einige Brände durch das rasche Eingreifen der Feuerwehr schon kurz nach der Entstehung gelöscht. In diesem Jahr wurde von der Firma Rosenbauer in Linz das erste richtige Löschfahrzeug für Seewalchen angeschafft: Ein Mercedes Typ L 1500 F. Dieses Auto steht heute noch im Feuerwehrhaus Seewalchen.
Der erste Luftangriff auf österreichisches Gebiet fand statt und die Feuerwehr wurde der Bereitschaft “OD 6” (Oberdonau 6) unterstellt. Kommandant war der Schlossermeister Franz Sumereder, der Vater unseres heutigen Kommandanten.

1944 wurde in Kraims eine Löschgruppe aufgestellt. Über Auftrag der Behörde wurde das Kupferdach des Kirchturms zur militärischen Verwendung abgenommen. Am 24. Februar warfen amerikanische Flieger Leuchtraketen und Sprengbomben über Seewalchen ab.

Übung mit der Vorbaupumpe, 1950

Übung mit der Vorbaupumpe, 1950

1945 wurde Attnang bombardiert. Die FF Seewalchen war bei den Lösch- und Aufräumungsarbeiten dabei drei Tage im Einsatz.
Am 27. April entstand die Republik Österreich wieder als selbständiger Staat. Kurz vor Kriegsende wurden ungarische SS-Einheiten in Seewalchen a.A. einquartiert. Am 4. Mai hatte diese Kampftruppe im Raume nördlich des Ortes Seewalchen a. A. Stellung genommen. Die Agerbrücke wurde zur Sprengung vorgesehen. Nach Verhandlungen des damaligen Bürgermeisters Josef Häupl mit dem Kommandanten der SS-Einheiten wurden die Stellungen vor den anrückenden amerikanischen Truppen aufgegeben. Die ungarische SS ist unter Mitnahme von Pferdefuhrwerken, die Seewalchner Bauern bereitstellen mussten, in Richtung Grünau im Almtal abgezogen. Am 5. Mai um 18:00 Uhr fuhren von Gampern kommend amerikanische Panzer in Richtung Seewalchen a. A. In der Ortschaft Steindorf wurde ein polnischer Landarbeiter erschossen. Von den einmarschierenden Truppen wurden einige Schüsse in den Ort abgefeuert. Im Hause Eder, Seyrlstraße 4 entstand durch eine Brandgranate ein Brand. Der Feuerwehrkommandant Franz Sumerder wurde auf dem Weg zum Brandplatz von amerikanischen Soldaten angeschossen und am Arm verletzt.
Durch die Kriegswirren gingen die Aufzeichnungen der letzten Jahr verloren. Einmal musste auf Anordnung der amerikanischen Besatzungsmacht eine Übung durchgeführt werden. Der Ortskommandant der Besatzungsmacht war vom Ergebnis der Übung begeistert. Der Löschgruppe Steindorf wurde das alte Feuerwehrauto (umgebautes Taxi) mit Ausrüstungs- und Schlauchmaterial zur Verfügung gestellt.
Dachstuhlbrand im Hause Ploner.

1946 Brand im Flüchtlingslager in Seewalchen und im Anwesen Moos 4 (Fischer). Dieser äscherte die Hausdachung und die Wirtschaftsräume samt Fechsung ein. In diesem Jahr wurde auch die erste Feuerbeschau unter Mitwirkung des Feuerwehrkommandanten durchgeführt. Es wurden sehr viele Mängel bei den Kaminen und den elektrischen Anlagen festgestellt. Die Behebung dieser Mängel bereitete jedoch Schwierigkeiten, weil das erforderliche Baumaterial nicht vorhanden war.

1947 gab es eine unerhörte Trockenheit, die viele Brunnen austrocknete. Der erste Heimkehrertransport aus Russland traf ein. Dachstuhlbrand in Unterbuchberg im Hause Gamerith.

1948 wurde in Seewalchen der Heldenfriedhof errichtet. Die Gedenksteine wurden von den Angehörigen der Theatergesellschaft, der Feuerwehr und vom Pfarramt gestiftet.

1949 wurde die Feuerwehrzeugstätte ausgebaut. Die Arbeitsleistung erbrachten die Feuerwehrmänner, verschiedene Bauern leisteten Holzspenden. Am 15. Oktober wurde die Sirene am Dach der Zeugstätte installiert.
Dachstuhlbrand im Hause Seewalchen 61 (Stallinger). Die Feuerwehr Seewalchen wurde in das OÖ-Feuerwehrbuch eingetragen. Die Brot- und Mehlrationierung wurde aufgehoben.

1950 Dachstuhlbrand im Haus Seewalchen Nr 144 (Kirchgatterer) und im Hause Waldweg Nr. 1 (Villa Fürchterlich), Brand in der Schuhfabrik Kastinger.
In diesem Jahr fand der erste Landesfeuerwehrbewerb in Mattighofen statt. Der Landessieger hieß: Freiwillige Feuerwehr Seewalchen.

1850 – 1925

Durch das Gesetz vom 17. 3. 1849 wurde die Konstituierung der Ortsgemeinde beschlossen und im Jahre 1850 die Durchführung des Gesetzes angeordnet. Die neue Ortsgemeinde mit 1661 Seelen umfasste einen Grundbesitz von 4355 Joch. Die Handhabung des Feuerwehrwesens gehörte in den selbständigen Wirkungsbereich der Gemeinde.

1850 wurde die Gemeinde von Hagelschlag betroffen. Es wurde um Bewilligung zur Abhaltung eines jährlichen Viehmarktes angesucht, jedoch sind keine Dokumente über eine Bewilligung vorhanden, wenngleich in alten Kalendern das Kirchweihfest am Jakobitag verzeichnet ist. Dies wurde jedoch später wieder aufgelassen. Seewalchen wurde bereits 1524 als Markt b

Depot der FF-Seewalchen

Depot der FF-Seewalchen

ezeichnet, doch gegen Ende des 16. Jahrhunderts kam auch diese Bezeichnung wieder abhanden.

1860 zerstörte ein Blitzschlag den Amtshof zum grössten Teil. Dabei war ausser dem obligaten “Emper” auch schon eine Handspritze im Einsatz.

1863 brannten aus unbekanntem Grunde in Steindorf neun Häuser vollständig nieder.

1865 brach ein Brand im landwirtschaftlichen Anwesen Seewalchen 48 (ehemals Moserbauer) aus und vernichtete es bis auf die Grundmauern. Dieses Haus stand damals so nahe am heutigen Gasthaus Stallinger, dass gerade eine Heufuhre durchfahren konnte.

1866 brannte das Anwesen Gerlham 6 (heute Humer) nieder. Abermals gab es schweren Hagelschlag.

1877 Am 2. November 1877 wurde die Freiwillige Feuerwehr Seewalchen a.A. gegründet. Die Eintragung wurde ins Feuerwehrbuch des Landes unter der Zahl 1846 getätigt. Gründungsmitglieder waren: Josef Hofmann, Franz Köstler, Johann Deutsch, Georg Pfeffer und Johann Somböck.

1878 brannte die Ortschaft Pichlwang ab, in Seewalchen gab es einen Kaminbrand im “Döberl-Haus”.

1879 brannte das Auszugshäusl “zum Lacher Toffn” in Roitham.

Übungsausrückung

Übungsausrückung

1882 wurde die Au – Mühle in Brandham ein Raub der Flammen.

1885 brannte das Anwesen “Bauer in Baum” nieder.

1887 brannte das Anwesen Kroiß in Ainwalchen und das Anwesen Kraims 6 (jetzt Meinhart) bis auf die Grundmauern nieder.

1889 brannte das Brauhaus in Litzlberg ab. Der Brand entstand durch Selbstentzündung des Malzes auf der Darre. Sud- und Wohngebäude fielen dem Brande zum Opfer. Die St

allungen wurden mit Müh und Not gerettet. Wäre rechtzeitig eine Handspritze zur Verfügung gestanden, so hätte das Brauhaus leicht gerettet werden können, da der brennende niedere Torbogen zwischen Sud- und Brauhaus leicht abzudämpfen gewesen wäre. Der Sohn der Herrschaft Kammer, Husarenleutnant Baron Horwath, stürzte bei dem scharfen Ritt zur Brandstatt und zog sich eine Verletzung zu, der er aber keine Beachtung schenkte. Er half eifrig bei den Bergungsarbeiten mit. Wenige Tage später erlag er einer Blutvergiftung. Sein Grab befindet sich links vom Haupteingang der Pfarrkirche in Schörfling.

1890 brannte das “Aberbauerngut” in Steindorf ab. Der Sommer war gekennzeichnet von Hagelunwettern und am 27. Juli schlug ein Blitz während des Hauptgottesdienstes in den Kirchturm ein, glücklicherweise ohne zu zünden. Anfang September trat der Attersee infolge Hochwasser an vielen Stellen aus den Ufern.

1891 war in Seewalchen ein starker Hagelschlag durch den die ganze Ernte vernichtet wurde. Am 30. Juni brannte das Haus Nr. 9 in Neissing vollständig ab (jetzt Lacher-Kolm).

1892 brannte das Draxlergut in Gerlham vollständig nieder. Im September brannte das “Aicherische” und “Gössnerische” Bauerngut in Arnbruck. Fahrnisse und Fechsung wurde

Übung vor dem Amtshof, 1907

Übung vor dem Amtshof, 1907

n vollständig vernichtet. (Die Ortschaft Arnbruck gehörte bis 1938 zu Seewalchen und wurde dann zur Gemeinde Lenzing umgewidmet)

1896 brannte nach einem Blitzschlag das Bauerngut Mayr in Buchberg, wobei die Wirtschaftsgebäude und die Dachung des Heustadels samt der Fechsung vernichtet wurden. Zu dieser Zeit war die Gemeinde zur Ermittlung der Brandursache und der Schadensfeststellung zuständig.

1897 kam es in Folge lang anhaltender Regengüsse überall zu Überschwemmungen. Der Attersee trat beim Seewirt bis auf Strassenhöhe aus den Ufern. Die FF Seewalchen musste nach Timelkam zur Hilfeleistung.

1899 konnte man nach Überschwemmungen auf der Promenade mit Booten fahren. Die Holzjochbrücke über die Ager wurde weggerissen und eine Überfuhrt mit einem “Trauner” eingerichtet.

1901 wurde die FF Kemating für die Ortschaften Kemating, Ainwalchen, Staudach, Baum, Brandham, Rubensdorf und Berg gegründet.

 

1904 Das ursprüngliche Feuerwehrdepot befand sich zwischen den Häusern 30 und 29 (Roither und Stallinger). Anlässlich der Erbauung eines Saales wurde dann Anton Stallinger gegen Verpflichtung zur Erbauung eines neuen Depots vis a vis Haus Nr. 24 (Kletzl) das alte Depot überlassen. Beim neuen Depot wurde ein hölzerner Schlauchturm errichtet. Nach dem sich das neue Depot aufgrund der vielen Gerätschaften als viel zu klein erwies, wurde ein Bau eines größeren Depots des öfteren beschlossen, aber erst im Jahre 1927 verwirklicht. Die erste fahrbare Spritze wurde schon 1847 angekauft und der FF Seewalchen bei der Gründung im Jahre 1877 überlassen.

Am 29. August entstand in Folge von Brandlegung durch Sinnesverwirrung der Josefa Kletzl ein Zimmerbrand, wobei sie den Erstickungstod fand.

1906 wurde im Hause 24 in Seewalchen eine Fernsprechstelle eröffnet.

Vor dem alten Depot, 1916

Vor dem alten Depot, 1916

 1907 brannte das Haus der Mathias Aigner (jetzt Dr. Gattscha) aus unbekannter Ursache bis auf die Grundmauern nieder.

1908 wurde die FF Pettighofen gegründet. In diesem Jahr wurde auch beschlossen, die hölzerne Rohrwasserleitung mit fünf öffentlichen Wasserauslässen durch eine Hochquellenleitung mit einem Reservoir aus eisernen Rohren zu errichten.

1910 brannte das Färberhaus (heute Dachs) in Buchberg aus unbekannter Ursache bis auf das Mauerwerk nieder.

 

 

1911 Ein verheerender Sturm wütete in der Gemeinde Seewalchen: Ganze Waldstriche wurden niedergelegt, Obstbäume entwurzelt und Dächer abgetragen.

 1912 brannte das Haus Nr. 8 in Kraims.

1914 Am 30. Juli schallte um 21 Uhr vor dem Gemeindeamt der schaurigschöne Alarmruf durch Trompeter Johann Mayr in die Umgebung hinaus: Allgemeine Mobilisierung. In der Folge wurde auch die Bewachung des Wasserreservoirs und der Feuerwache bei Tag und Nacht angeordnet.

1916 wurde das Schlachten weiblicher Ziegen verboten.

1919 Eine Arbeiterdemonstration fand statt, wobei die Gasthäuser Anton Stallinger und Franz Rosenauer das Ziel waren. Es wurden Fenster demoliert und sonstiger Schaden angerichtet. Ursache war die Lebensmittelknappheit.
Am 27. August brannte das Haus des Ehrenobmanns der Feuerwehr, Franz Köstler, in Moos aus ungeklärter Ursache bis auf das Mauerwerk nieder.

1920 wurde die Einführung einer gegenseitigen Versicherung im Brandfalle für Naturalleistungen beschlossen: die heutige Selbsthilfe.

 

Neue Motorspritze

Neue Motorspritze

 

1921 explodierte in der Papierfabrik Pettighofen ein Dampfkessel. Zwei Mann wurden getötet und zwei erlitten schwere Brandwunden.

1922 schlug ein Blitz in das Baumgruber-Anwesen von der Dachrinne aus ein, ging durch den Plafond in die ebenerdige Wohnstube, ohne die bei Tisch sitzenden Personen zu verletzen. Von der Feuerwehr wurde auf die unzureichende Löschwasserversorgung hingewiesen. Für im Einsatz verunglückte Pferde musste die Gemeinde Ersatz leisten.

1924 entstand im Hause Steindorf Nr 4 des Johann Neuhofer ein Brand, welcher einen Teil des Daches beschädigte. Die Feuerwehr Seewalchen konnte den Brand rechtzeitig lokalisieren.
Der Bezirkswart für das Feuerwehrwesen, Herr Dr. Rudolf Schuh, Seewalchen, hat in einem Schreiben an die Gemeinde auf die unzulängliche Alarmierung und Ausrüstung der FF Seewalchen aufmerksam gemacht. Der Ankauf einer Sirene und Motorspritze wurde vorgeschlagen. Weiters hat Dr. Schuh den Bürgermeister über das Ergebnis einer Großübung in Steindorf mit den Nachbarwehren berichtet und dabei auf verschiedene Mängel hinsichtlich Löschwasserversorgung hingewiesen.

Ferner wurde aufgezeigt, dass die Feuerwehren von der Brandmeldung bis zum Einsatz am Brandplatz (Steindorf) 48 Minuten brauchen und zwar: 7 Minuten bis sich der Brand selber meldet, 15 Minuten bis eingespannt und weggefahren wird, 20 Minuten Fahrtdauer und 6 Minuten bis die eingetroffene Wehr spritzbereit ist. Vom Gemeinderat wurden hierauf für den Ankauf einer Motorspritze 35 Millionen Kronen bewilligt. Die Gesamtkosten einschließlich Schläuche betrugen 100 Millionen Kronen.

1925 brannte das Anwesen des Johann Lux in Haidach Nr. 7 bis auf die Grundmauern nieder. Die Brandursache war nicht bekannt.